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Ludwigsluster Tageblatt

16. Dezember 2017 | 16:01 Uhr

Grabow : Aus Berlin ins Forstamt Grabow

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Marie Janitza begann nach Studium und Anwärterjahr ihre Tätigkeit als Sachbearbeiterin im Bereich Hoheit, Liegenschaften und Jagd.

von
erstellt am 22.Aug.2017 | 19:00 Uhr

„Zara komm’“, ruft die junge Frau ihre Hündin, die auf der Wiese hinter dem Forstamt spielt und sich freut, dass sie Auslauf hat. Wenige Sekunden später hat Zara, ein bayrischer Gebirgsschweißhund, neben Marie Janitza Platz genommen. Die 24-Jährige gehört seit dem 1. August neu zum Team der Mitarbeiter des Forstamtes Grabow, ist Nachfolgerin von Michael Peter, der seit einiger Zeit für den Stadtwald Grabow zuständig ist. Marie Janitza übernimmt sein Aufgabengebiet Hoheit, Liegenschaften und Jagd.


Vater ist Revierförster in der Bundeshauptstadt


„Somit sind unsere drei Sachbearbeiterplanstellen wieder besetzt und wir vom Personalbestand her wieder gut aufgestellt“, sagt Forstamtsleiter Dr. Holger Voß.

Wie aber kommt eine junge Frau zu einem Verwaltungsjob in der Forst? „Durch meinen Vater“, schmunzelt die junge Frau. „Er ist Revierförster in Berlin. Ich habe von klein auf alles rund um den Försterberuf miterlebt, habe von der Jagd viel mitgekriegt, war bei Drückjagden mit dabei. Ich habe in der Revierförsterei gewohnt, das war für mich als Kind schon spannend.“

Der weitere Werdegang ist schnell erzählt: Studium der Forstwirtschaft in Eberswalde, nach dem Studium absolvierte Marie ein Anwärterjahr im Beamtenverhältnis für die Landesforstverwaltung MV im Forstamt Poggendorf. „Ja und dann bin ich in Mecklenburg-Vorpommern geblieben und habe hier in Grabow meine Arbeit in der Forstverwaltung aufgenommen.“ Die ersten Wochen hat Marie Janitza hinter sich und sich auch schon gut eingelebt. „Der Anfang ist immer schwer, da geht es erst einmal darum, sich zurechtzufinden, die vielen Hintergrundinfos aufzunehmen, da muss man von vielen Vorgängen die Akten durchsehen, da der Sachbereich sehr spezialisiert ist“, sagt Forstamtsleiter Dr. Holger Voß. „Ganz normal, dass man da eine gewisse Zeit braucht, sich einzuarbeiten, um Einblicke zu bekommen, gerade wenn es um solche Themen wie Förderung, Hoheit, Waldgesetz und Liegenschaften geht. Wichtig ist, dass man dann auch gute Kollegen hat, die einem helfen“, betont der Forstamtsleiter. Da war es natürlich für Marie hilfreich, sich bei Michael Peter in der Einarbeitungszeit Rat und Hilfe holen zu können.


Waldfläche soll noch zunehmen


Zu tun gibt es für Marie Janitza aktuell eine ganze Menge. Im Bereich hoheitlicher Aufgaben des Forstamtes Grabow geht es unter anderem um die Planung von Baumaßnahmen, so z.B. um Abstandsregelungen, Erstaufforstungsgenehmigungen im Zuge des Baus der A14 oder Flächen, die als Ersatzmaßnahmen auszuweisen sind. Letzteres alles abgestimmt mit den Naturschutzverbänden. Aber das macht die junge Frau nicht nur vom PC aus, sie ist auch viel draußen, schaut sich die Örtlichkeiten an. „Wichtig für mich ist natürlich, mir alles genau anzuschauen, denn ich kenne mich hier so gar nicht aus. Ich muss mich da erst einmal reinfinden“, so die junge Frau. „Zu meinen Aufgaben gehört es auch, dass die Waldfläche hier im Forstamt nicht abnimmt, sondern zunimmt, sozusagen eine Waldmehrung eintritt“, erklärt die Neu-Grabowerin, die hier anfängt, so langsam heimisch zu werden.

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