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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 02:46 Uhr

ludwigslust : Aufschlag auf perfektem Boden

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Tennisspieler haben beste Bedingungen in neuer Mehrzweckhalle / Auch Privatleute können Plätze mieten / Reha-Sport wird ausgebaut

„Von der T-Linie aus spielen“, ruft Ulf Schäfer über den Platz. „Schläger in Brusthöhe. Ja, sehr gut.“ Fabian und Lars Eric, Schäfers Tennis-Schüler, lassen den gelben Filzball hin- und hersausen. Sie flitzen von links nach rechts, stoppen und starten. Kein Rutschen, kaum Geräusche. Mit dem speziellen Teppichboden bietet die neue Mehrzweckhalle der Sportgemeinschaft 03 Ludwigslust/Grabow gerade den Tennisspielern ideale Bedingungen.

Aber nicht nur das. Die Halle bietet auch genügend Platz für zwei Spielfelder, so dass Ulf Schäfer die mehr als 20 Kinder und Jugendlichen seiner Trainingsgruppe nicht nur auf zwei Zeiten, sondern auch auf zwei Anlagen aufteilen kann. „Wir sind froh, dass wir jetzt hier trainieren können“, so Schäfer. „Es ist ein wahnsinniger Unterschied zur Sporthalle des Gymnasiums.“

Auch Wettkämpfe seien in der Halle nun möglich. Die Herren haben bereits die ersten Punktspiele im Neubau absolviert. „Und alle Gäste, die hier gespielt haben, möchten jetzt auch so eine Halle haben“, berichtet Ulf Schäfer. Zudem müssen die Erwachsenen nicht mehr nach Schwerin, Pinnow oder Perleberg fahren, um im Winter zu trainieren, so Holger Brandes von der Tennis-Abteilung.

Die Tennisspieler sind aber nicht die einzigen Sportler, die die vor gut einem Monat eingeweihte Mehrzweckhalle nutzen. Auch Gymnastikgruppen, Badmintonspieler, Leichtathleten sowie die Schüler der Schule An der Bleiche trainieren dort. Zudem haben drei Gruppen für Rehabilitationssport im Neubau ihren Treffpunkt. „Den Bereich Reha-Sport wollen wir nun auf jeden Fall ausbauen“, erklärt Vereinssportlehrer Michael Bartels. „Er richtet sich an Menschen zwischen 20 und etwa 80 Jahren mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern, unter anderem Rückenbeschwerden, Depressionen oder Krebserkrankungen.“ Den Teilnehmern würden keinerlei Kosten entstehen. Der Verein rechnet direkt mit den Krankenkassen ab. Die sportliche Betätigung ist vielfältig. „Im Mittelpunkt stehen beim Reha-Sport nicht einzelne Muskelgruppen. Stattdessen wird ganzheitlich trainiert“, erklärt Michael Bartels. „Es geht unter anderem um Mobilität, um Gleichgewichtsschulung und Sturzprävention.“

Für den Sportverein ist die neue Halle, von der dank der Umkleidekabinen, Toiletten und Duschen in der Nähe der Plätze auch die Fußballer profitieren, nicht nur ein Gewinn, sondern auch eine Herausforderung. Nachdem der Bau großzügig gefördert und von der Stadt unterstützt worden war, sei die Unterhaltung nun Sache des Vereins, so Holger Brandes. „Wir wollen möglichst viel Leben in die Halle bringen“, betont er. In der Woche habe sie ab 16 Uhr bereits eine gute Auslastung. Freitags und an den Wochenenden soll und muss sich da noch einiges entwickeln. Ob Badminton, Tennis oder Gymnastik – „die Halle steht für jeden offen“, betont Michael Bartels. Erste Nutzer gibt es bereits. So würden sich dort zum Beispiel zwei Frauen aus Grabow und Hagenow nun immer auf (etwa) halber Strecke treffen, um Tennis zu spielen. Wer die nötige Ausrüstung (einschließlich Schuhe mit heller, glatter Sohle) noch nicht hat, kann sich diese ausleihen. Selbst sportliche Kindergeburtstage seien denkbar, so Michael Bartels. Die Hallenmiete variiert je nach Wochentag und Uhrzeit. Die Reservierung soll in Kürze auch online möglich sein.

Kinder, die Lust auf Tennis haben, sind bei Ulf Schäfer gern gesehen. Sie können zu den Trainingszeiten (Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 16 bis 17.45 Uhr) vorbeischauen. „Die Kinder können erst einmal einen Monat schnuppern und schauen, ob ihnen dieser Sport gefällt“, so Schäfer. Dieser Probemonat sei gratis. Und danach halte der Verein die Kosten gering.

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