Ludwigslust : Auf Umweg zum Supermarkt

Ein Kran hat die Trafostation an den Haken genommen und lässt sie zu ihrem Standort schweben.
1 von 2
Ein Kran hat die Trafostation an den Haken genommen und lässt sie zu ihrem Standort schweben.

Arbeiten am dritten Bauabschnitt in der Klenower Straße haben begonnen / Zum Parkplatz ab kommender Woche über den Grünen Weg

svz.de von
28. April 2015, 10:26 Uhr

Gestern konnten Kunden und Patienten mit ihren Autos noch über die Klenower Straße zum Edeka-Markt und zu den benachbarten Arztpraxen kommen. Doch das wird in Kürze vorbei sein. Die Anfang April begonnenen Bauarbeiten sind so weit fortgeschritten, dass ab der kommenden Woche die Straßensperrung ausgedehnt werden muss. Dann sind alle drei Zufahrten zum Supermarkt-Parkplatz dicht. „Ab 4. Mai kann die Zufahrt nur noch über den Grünen Weg erfolgen“, erklärte Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung. Diese Einschränkung soll aber schon sechs Wochen später – am 12. Juni – wieder aufgehoben werden. „Die Termine haben wir so vertraglich festgeschrieben“, so Gröger. Dann sollen die ersten rund 130 Meter der Klenower Straße in diesem Bereich schon wieder asphaltiert sein. Auf den restlichen gut 200 Metern laufen die Tiefbauarbeiten noch einige Zeit länger.

Nach dem Abfräsen der alten Fahrbahndecke hatte der Abwasserzweckverband Fahlenkamp begonnen, den Regenwasserkanal zu erneuern. Wenig später stießen die Stadtwerke Ludwigslust-Grabow hinzu. Sie erneuern Gas-, Trinkwasser- und Stromleitungen.

Dieser Tage schwebte bereits eine neue Trafostation praktisch vom Himmel. Ein Kran setzte das Häuschen an der Ecke Klenower Straße/ Johannes-Gillhoff-Straße punktgenau in die ausgehobene Baugrube. Die neue Station soll ein in der Nähe stehendes Trafohäuschen älterer Bauart ersetzen. Prokurist Torsten Bruck von den Stadtwerken erklärte: „In den kommenden Wochen werden hier Kabel verlegt, die die Station mit dem Netz verknüpfen werden.“

Wie Bruck betonte, ist das neue Häuschen mit Klinkersteinen versehen. „Es passt sich damit vielen Häusern in der unmittelbaren Umgebung an“, sagte er. Nach der Inbetriebnahme werden von der Station aus Wohnungen und Einrichtungen an der Klenower Straße bis zur Schweriner Allee sowie Teile der Johannes-Gillhoff-Straße versorgt.

Mit dem jetzigen dritten Bauabschnitt zwischen Schweriner Allee und Gillhoff-Straße wird der 2013 begonnene Ausbau der Klenower Straße vollendet. Bis Ende September dieses Jahres sollen die Arbeiten laut Jens Gröger abgeschlossen sein.

In den dritten Bauabschnitt fließen rund 550 000 Euro, die die Stadt Ludwigslust ohne Fördermittel finanzieren muss. Ein Teil der Kosten wird auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke umgelegt. Laut Straßenausbaubeitragssatzung haben sie bei einer Innerortsstraße wie der Klenower 50 bis 60 Prozent der Kosten zu tragen. Für Fahrbahn, Gehweg, Radweg und andere Teile gelten unterschiedliche Prozentsätze.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen