Eisvergnügen in Neustadt-Glewe : Auf Kufen übern Neustädter See

Eisvergnügen am See in Neustadt-Glewe: Hunderte Menschen waren gekommen – mit Schlitten, Bollerwagen und Schlittschuhen.  Fotos: Sabrina Panknin
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Eisvergnügen am See in Neustadt-Glewe: Hunderte Menschen waren gekommen – mit Schlitten, Bollerwagen und Schlittschuhen. Fotos: Sabrina Panknin

Zum Eisvergnügen an den Barracuda Beach in Neustadt-Glewe kamen hunderte Besucher – mit und ohne Schlittschuhe

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05. März 2018, 05:00 Uhr

Schöner hätte es kaum sein können. Bei Minus drei Grad Celsius tummeln sich hunderte Menschen auf dem Neustädter See. Bereits der Parkplatz am Barracuda Beach zeigt es deutlich: Nach Neustadt-Glewe zum Eisvergnügen haben es auch andere geschafft. Aus der Region Parchim sind sie gekommen, auch aus Hamburg, Rostock, Neubrandenburg... „Die Idee dazu entstand gemeinsam im Team. Wir wollten den Leuten aus Neustadt und Umgebung etwas bieten. Mit Musik, heißen Getränken und etwas zu essen. Einfach ein bisschen Gemütlichkeit“, sagt Tobias Prager, Betriebsleiter am Barracuda Beach.

Erste vorsichtige Versuche auf Schlittschuhen wagt Lene. Papa Jörg hält sie fest und zeigt ihr genau, wie sie es machen muss. „Du musst versuchen zu gleiten. Ein Fuß nach dem anderen. Schau mal, Lene“, sagt Jörg aus Parchim. Die Fünfjährige versucht sich. Auch Mama Anett und die ältere Schwester Feli sind mit dabei. „Es ist total schön hier. Ich dachte, es wird richtig kalt. Aber mit der Sonne ist es richtig angenehm und warm“, sagt Anett aus Parchim und lächelt. Gemeinsam mit ihrer Tochter folgt sie ihrem Mann und Lene.

Endlich mal wieder etwas los in Neustadt-Glewe. Das finden Gabi, Rita und Karin. Die drei Frauen können sich noch gut daran erinnern, wie es das letzte Mal war, als der Neustädter See eine Eisdecke hatte. „Ich glaube, die Kleine lag noch im Kinderwagen“, sagt Gabi. Die Kleine das ist Lisann. Mittlerweile sieben Jahre alt und auch auf dem Eis unterwegs. „Es ist wirklich eine kleine Attraktion heute“, sagt Melanie. „Wir waren im Januar schon einmal hier – zum Eisbaden“, sagt Rita. Allerdings nur zum Zuschauen. Selbst ins Eiswasser haben sich die Frauen nicht getraut.

Gut vorbereitet haben einige die Reise nach Neustadt-Glewe angetreten. Mit Bollerwagen und Proviant. Doch die Schlange am Verkaufsstand vom Barracuda Beach kann sich sehen lassen. Heiße Getränke gibt es hier. Sich gemütlich hinsetzen und sich den Trubel aus der Ferne anschauen, auch das ist möglich. Feuerschalen wärmen.

Alle Generationen sind auf dem Neustädter See vertreten – ob Jung, ob Alt. Spaß haben sie alle. So auch Johanna Stockhaus aus Spornitz. Sie hat sich ebenfalls ihre Schlittschuhe geschnappt und ist mit Freunden zum See gefahren. „Ich glaube, es ist zehn Jahre her, dass ich auf einem zugefrorenen See Schlittschuhlaufen konnte.“ Johanna läuft aber nicht nur, sie schiebt auch die zehn Monate alte Carla im Kinderwagen übers Eis.

Das Risiko haben beim Eisvergnügen alle selbst getragen. Schilder weisen daraufhin. „Das Betreten des Eises erfolgt auf eigene Gefahr. Wir haben den Bereich vorne, den Nichtschwimmer-Bereich geräumt. Dort hatten wir vor zwei Tagen zwölfeinhalb Zentimeter gemessen. Wenn dort jemand einbricht, bekommt er höchstens nasse und vor allem kalte Füße“, sagt Tobias Prager.

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