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Ludwigsluster Tageblatt

18. Oktober 2017 | 16:36 Uhr

Grabow : Auf Grabows Feuerwehr stets Verlass

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auf der Jahreshauptversammlung gab es vom Bürgermeister Stefan Sternberg viel Lob und Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 07:00 Uhr

„Ich möchte den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grabow meinen Dank und Anerkennung aussprechen für ihren Einsatz, der nicht selbstverständlich ist. Ich wünsche den Männern und Frauen der Wehr ein ruhigeres Jahr 2015 mit weniger Vorkommnissen als 2014. Wir sind stolz, in Grabow solch eine Feuerwehr zu haben.“ Die Worte des Bürgermeisters auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Grabow könnten kaum besser die Wertschätzung für dieses wichtige Ehrenamt zum Ausdruck bringen.

Und auch das zurückliegende Jahr war für die Brandschützer aus der bunten Stadt an der Elde wieder ein sehr ereignisreiches. „Wenn wir das Einsatzgeschehen des gesamten Amtes Grabow betrachten, hatte die Feuerwehr Grabow wieder die Hauptlast an Feuerwehreinsätzen im Amt zu tragen“, berichtete Ortswehrführer Ulf Bennöhr. „Von insgesamt 92 Einsätzen im Amt gingen 51 nach Grabow. Davon waren 21 Hilfeleistungen und 30 Brandeinsätze. In der Zeit von 6 bis 18 Uhr, also in der Arbeitszeit, wurden wir 28 mal alarmiert und nach Feierabend ab 18 Uhr 15 mal. An Sonn- und Feiertagen gab es acht Alarmierungen.“

Besonders hoch ist nach Aussage des Ortswehrführers die Zahl der Fehlalarmierungen. 15 standen im Jahr 2014 zu Buche. „Die Brandmeldeanlagen der Firmen Luoman, B+S Landtechnik, der Gänseort, im Amtsgericht Ludwigslust und im Krankenhaus Stift Bethlehem beschäftigten uns über das Jahr verteilt.“ Außerdem kam es zu Fehlalarmierungen, da hier und da mal ein Lagerfeuer, insbesondere in Gartenanlagen, von manchem Nachbarn falsch eingeschätzt wurde oder das Lagerfeuer vom Besitzer größer war als erlaubt oder einfach nur illegal Müll thermisch entsorgt werden sollte.


Viele Lehrgänge erfolgreich absolviert


Die Einsatzzahlen in die Höhe trieben auch die Alarmierungen zur Tragehilfe, zur Unterstützung eines Krankentransports. „Gleich fünfmal musste eine Tragehilfe über Telefon vom Wehrführer oder seinem Stellvertreter organisiert werden. Dieses ist in der Arbeitszeit sehr schwer, da viele Kameraden auswärts arbeiten oder im Kundendienst sind und auch dann den Arbeitsplatz nicht einfach verlassen können, da ein hoheitlicher Notfall nicht vorliegt“, so Ulf Bennöhr.

Stichwort Ausbildung: Auch im Jahr 2014 nahmen die meisten Kameraden aktiv an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Der Kamerad Benjamin Kleemann absolvierte mit Erfolg seinen Gruppenführerlehrgang an der Schule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow. In Hagenow an der Schule absolvierte Rene Römer den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger und Lisa Strangfeld schloss erfolgreich ihre Truppführerausbildung ab. Kevin Bade und Pascale Stahlberg schlossen im Juni ihren zweiten Teil der Grundausbildung ab.

Benjamin Kleemann, Mike Patzig und Ulf Bennöhr haben an einem Seminar im Brandübungshaus nach Malchow teilgenommen. Fabian Kleemann absolvierte den Lehrgang zur technischen Hilfeleistung (Verkehrsunfall). Und an einem Motorkettensägenlehrgang, der vom Amt organisiert wurde, nahmen Peter Tremp und Benjamin Kleemann teil. „Unsere drei jüngsten Kameraden Martin Detlof, Maximilian Hofmeister und Paul Wichmann schlossen den ersten Teil ihrer Grundausbildung ab. Somit nutzte unsere Feuerwehr 17 Schulplätze im Jahre 2014“, bilanzierte der Ortswehrführer.

Das Wissen aus den verschiedenen Feuerwehrschulen gilt es nun in der eigenen Feuerwehr zu vertiefen. Bei der Grabower Feuerwehr werden die angebotenen Ausbildungseinheiten direkt auf den Grabower Einsatz mit den dazugehörigen Einsatzmitteln abgestimmt. Das Arbeiten mit dem hydraulischen Rettungsgerät, so Ulf Bennöhr, Leiterausbildung und andere Rettungsgeräte, die Grundkenntnisse im Gefahrenguteinsatz, die Erste Hilfe, eine Ausbildung mit der Bahn mit einem Lehrzug und eine spezielle Ausbildung im Waldbad standen auf dem Dienstplan.

Die Feuerwehr Grabow ist sehr stabil aufgestellt. „Hochmotivierte Kameraden setzen sich gerne für hilfebedürftige Personen und deren Sachgüter ein. Zurzeit zählt unsere Feuerwehr im Erwachsenenbereich 56 Mitglieder“, so der Ortswehrführer. „Neun Kameraden davon sind bereits in der Ehrenabteilung. Somit verbleiben für den Einsatzdienst 47 Kameraden, von denen leider einige ihren Wohnsitz außerhalb von Grabow haben und somit ihre Feuerwehrarbeit nach Satzung nicht abarbeiten können. Dies trifft auch für einige hier wohnende Kameraden zu.“ Verstärkt wurde die Grabower Wehr durch die fünf Gastfeuerwehrkameraden Dübel, Stöter, Amling, Zimmermann und Jalaß.

Und mit 21 Kameraden in der Jugend- und 14 Mädchen und Jungen in der Kinderfeuerwehr ist auch für die Nachwuchsgewinnung gesorgt.

 

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