ludwigslust : Auf der Suche nach neuem Zuhause

In Kürze sollen hier die ersten Mieter einziehen. Fotos: münchow
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In Kürze sollen hier die ersten Mieter einziehen. Fotos: münchow

WBV Grabow baut vor 50 Jahren errichtetes Haus zu modernem Wohngebäude um / Am Sonnabend war Tag der offenen Tür

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22. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Erst Regen und Sturm, dann auch noch Schneetreiben. Nicht unbedingt das Wetter, um die warme Stube zu verlassen. Trotzdem kamen am Sonnabend zahlreiche Grabower in die dortige Goethestraße 25. Grund: Die WBV Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH Grabow hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Denn in eben diesem 1964 gebauten Haus läuft derzeit ein kompletter Umbau, entstehen schmucke Wohnungen mit allem Komfort.

Zu den Interessenten gehörte am Sonnabend auch Anneliese Potrafke. Sie wohnt ganz in der Nähe. „Meine Wohnung ist mir zu groß geworden“, sagt die rüstige Seniorin. „Ich wohne ganz oben. Deshalb suche ich eine etwas kleinere Wohnung, möglichst mit Fahrstuhl.“

Patrick Hahn, Wohnungswirtschaftler bei der WBV, stellte der 82-Jährigen ausführlich die Wohnmöglichkeiten in dem bald vollkommen umgebauten Haus vor. So entstehen hier auf insgesamt drei Etagen (Parterre, erstes und zweites Obergeschoss) insgesamt 12 Zweiraumwohnungen, dazu eine Dachgeschosswohnung.

WBV-Geschäftsführerin Ina Kruse: „Das Haus entstand vor 50 Jahren als Ledigenwohnheim mit 18 Einraumwohnungen. Die ersten Mieter waren Krankenschwestern, die im nahen Pflegeheim arbeiteten.“

Damals mussten sich jeweils drei Mietparteien ein Bad mit Kohleofen teilen. Nach der Wende wurde der Kohleofen zwar durch Gas-Etagenheizungen ersetzt, neue Fenster wurden eingebaut und eine Wärmedämmung kam dazu. Trotzdem aber mussten sich weiterhin drei Mieter eine Dusche teilen. „Das alles war nicht mehr zeitgemäß“, erläutert Ina Kruse. „Wir hatten zuletzt eine relativ hohe Fluktuation, der Leerstand wuchs bis zum Jahre 2013 immer weiter an. Deshalb entschlossen wir uns zu einem kompletten Umbau.“ Der begann im Sommer diesen Jahres. So wurde im Haus ein Fahrstuhl eingebaut und die Wohnungen bekamen Balkone. Es gibt zwei Waschküchen mit jeweils sechs Anschlüssen für Waschmaschine bzw. Trockner. Neben den Waschküchen gibt es für jede Wohnung einen Keller.

Die Wohnungen sind für junge Leute ebenso gedacht wie für Senioren. Die größeren Zweiraumwohnungen sind jeweils 52 Quadratmeter groß, die kleineren 44 Quadratmeter. Letztere sind für Singles geeignet, sie haben deshalb ein kleineres Schlafzimmer. Dem Trend entsprechend gibt es in den Wohnungen sogenannte offene Küchen, die zwar abgeteilt von den Wohnräumen, aber ohne Türen sind. Übrigens haben zwei Wohnungen zusätzlich eine abgeteilte Essecke, die aber zum Beispiel auch als Arbeitsraum genutzt werden kann. Die Balkone erscheinen dem Betrachter recht groß, was durchaus gewollt ist. Geschäftsführerin Ina Kruse: „Damit wird der Wohnbereich vergrößert.“ Die Balkone an der Nordseite erhalten neben den vorhandenen verglasten Nebenwänden noch eine aufklappbare Frontalwand, ebenfalls verglast.

Zum 1. Februar 2015 sollen die ersten Mietverträge in Kraft treten, dementsprechend bereits im Januar die ersten Mieter ihre Schlüssel in Empfang nehmen können. Bis zum Frühjahr ist dann auch die Gestaltung der Außenanlagen geplant. Unter anderem sollen Bänke aufgestellt werden „Die Bewohner sollen sich auch im Umfeld wohlfühlen“, so Ina Kruse.

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