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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 13:02 Uhr

Ludwigslust : Auf der Suche nach dem Traumberuf

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd: 121 Handwerksbetriebe bieten noch 131 freie Stellen an

Der eine möchte gerne Informatiker werden, die andere gerne Bürokauffrau. Auch wenn nicht jeder für seinen Traumberuf eine Lehrstelle findet, so gibt es doch auch in anderen Bereichen noch genügend Ausbildungsplätze in den Handwerksbetrieben des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Gesucht werden vor allem Anlagenmechaniker/innen, Friseure, Elektroniker/innen und Fachverkäufer/innen im Lebensmittelbereich. „Wir haben 121 Handwerksbetriebe und bieten noch 131 freie Stellen an“, berichtet die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd, Birgit Ludwig. „Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere im Bereich Kfz-Mechatronik und Metallbau“, ergänzt die Fachfrau.

Nach wie vor bleiben jedoch viele freie Stellen unbesetzt, trotz des hohen Bedarfs. Birgit Ludwig führt das zum Teil auf die veränderten Zahlen der Schulabgänger zurück. „Viele gehen studieren“, sagt sie, ist aber optimistisch, dass die Zahlen der Lehrverträge noch steigen werden. Im vergangenen Jahr wuchsen die Zahlen bis zum Ende des Jahres noch auf 233 abgeschlossene Verträge und die Tendenz ist auch in diesem Jahr steigend.

Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl von 108 bereits abgeschlossenen Lehrverträgen auf 116 erhöht – so der Stand Anfang Juli.

Besonders hervorzuheben ist, dass 2017 erstmals fünf Flüchtlinge aus Albanien, Afghanistan und der Ukraine Lehrstellenplätze bekommen haben.

Aber es ist noch lange nicht zu spät, sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben. In den Firmen würden manchmal noch Absprachen getroffen werden, sodass sich der klassische Ausbildungsbeginn am 1. September auch durchaus verschieben kann.

„Der Ausbildungsbeginn kann aber nach Absprache mit dem Betrieb und dem jeweiligen Lehrling aber auch schon eher sein. Ein junger Mann startet seine Ausbildung bereits am 1. August“, erzählt Birgit Ludwig.

Für all jene, die noch mehr möchten, bietet die Kreishandwerkerschaft in Kooperation mit der Handwerkskammer Schwerin an, die Ausbildung mit dualen Studiengängen oder sogar einem trialen Studiengang zu verbinden.

An der Fachhochschule des Mittelstands in Schwerin besteht die Möglichkeit eines trialen Studiums im Bereich Handwerksmanagement. Es verbindet die Vorteile einer dualen Berufsausbildung und einer sich anschließenden Meisterqualifikation mit einem wissenschaftlichen Studium. So wird neben der fachlichen Ausbildung zum Gesellen im jeweiligen Gewerk und der Weiterqualifizierung zum Handwerksmeister der akademische Grad „Bachelor of Arts Handwerksmanagement“ erreicht. Außerdem bietet die Hochschule in Wismar ein Studium im Bauingenieurwesen an. Neben dem „Bachelor of Engineering“ erhalten die Studenten auch einen Berufsabschluss als „Facharbeiter in einem Bauberuf“.

Jedoch wünschen sich laut Birgit Ludwig nicht nur diesjährige Schulabgänger eine handwerksorientierte Zukunft. „Auch Bewerber mittleren Alters kommen zu uns und suchen eine Lehrstelle, zum Beispiel, um sich beruflich umzuorientieren. Meistens gehen diese dann aber komplett andere Wege“, sagt sie. Wer noch einen Lehrstellenplatz sucht, kann sich auf der Seite www.hwk-schwerin.de informieren oder die Handwerker-App nutzen, um sich sogar bundesweit bezüglich Lehrstellen und Praktikumsplätzen zu orientieren.

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