Muchow : Auf dem Weg nach Weißrussland

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Pauline Hegner aus Muchow sucht Förderer für ihre Teilnahme am Hilfsprojekt

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09. Juli 2015, 08:11 Uhr

Pauline Hegner ist 18, hat gerade ihr Abitur am Ludwigsluster Goethe-Gymnasium gemacht und schickt sich nun an, die Welt zu entdecken. Bevor die junge Frau ihr Studium antritt, geht sie ein Jahr nach Weißrussland. In der Hauptstadt Minsk wird Pauline Hegner in einem Kinderhospiz arbeiten. Das ist etwas anders ausgerichtet als in Deutschland. Dort werden schwer kranke Kinder zu Hause in deren Familien betreut. Besuchen und wo nötig Unterstützen ist angesagt. Das Minsker Kinderhospiz, gegründet 1994, betreut rund 90 Familien. Daneben nimmt die Muchowerin ein bis zwei Stunden pro Woche Russischunterricht. Die Sprache des großen östlichen Nachbarn beherrschen die meisten in der ehemaligen Sowjetrepublik. „Die weißrussische Sprache ist mehr wie ein Dialekt“, weiß Pauline Hegner bereits.

„Ich wollte unbedingt ins Ausland, um meinen Horizont zu erweitern“, erzählt sie. „Es sollte dahin gehen, wo nicht so viele Touristen sind.“ Die Muchowerin hat sich das „Weltwärts-Programm“ als Sprungbrett ausgesucht. Schon ihre Schwester ist auf diese Weise nach Tansania gegangen. Pauline wollte eigentlich lieber nach Westafrika, wo Französisch gesprochen wird. Aber das hat nicht so geklappt. Jetzt freut sie sich auf ihren Einsatz in der weißrussischen Hauptstadt. Anfang September wird sie sich auf die Reise machen. Über den Verein Internationale Jugendgemeinschaftsdienste ist Pauline Hegner das möglich.

Fördermittel des Bundes stehen für ihren wie für den Einsatz der anderen Teilnehmer zur Verfügung. Um allerdings den gesamten Einsatz zu gewährleisten, werden neben den öffentlichen Fördermitteln und den Leistungen der Einsatzstellen auch weitere Mittel benötigt, die durch Förderkreise bereitgestellt werden. So einen Förderkreis möchte auch Pauline für sich aufbauen. „Förderer entscheiden selbst über die Höhe der Zuwendung. Sie erhalten eine Förderkreisliste, auf der sie mit ihrer Unterschrift die Höhe der finanziellen Zuwendung bestätigen“, erklärt die junge Frau. Förderer entscheiden auch, ob eine einmalige Unterstützung gewährt wird oder ob der/die Freiwillige regelmäßig unterstützt wird. Wer Nachfragen hat, kann sich bei Pauline Hegner (paule.hegner@web.de) melden.

Was sie nach ihrem Freiwilligendienst in Osteuropa machen wird, weiß die Muchowerin ebenfalls bereits ganz genau. Es zieht sie in die Medienbranche. „Ich möchte gern Publizistik und Kommunikationswissenschaften studieren und außerdem Politikwissenschaften belegen“, sagt Pauline.

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