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Ludwigsluster Tageblatt

25. September 2017 | 08:07 Uhr

Neustadt-Glewe : Auch künftig „Mittendrin“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Regionalbeirat Westmecklenburg entschied für Weiterführung des Beschäftigungsprogramms von ibu Neustadt-Glewe und Jobcenter

von
erstellt am 12.Jul.2017 | 07:00 Uhr

Frauen und Männer fit machen für neue Jobs – durch Umschulung. Dieser Aufgabe widmet sich die ibu institut für berufsbildung und umschulung gmbH Neustadt-Glewe seit ihrer Gründung im Jahre 1991. Und das mit Erfolg. Zahlreiche Projekte trugen in den vergangenen 26 Jahren dazu bei, dass viele Frauen und Männer wieder in Jobs gekommen sind.

Das trifft auch auf das aktuelle Integrationsprojekt zu: „Mittendrin“ wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF), dem Land und dem Jobcenter Ludwigslust-Parchim gefördert und richtet sich an Frauen und Männer, die zwischen 35 und 60 Jahre alt sind. 78 Menschen wurden seit Beginn dieses Projekts vor anderthalb Jahren in eine versicherungspflichtige Beschäftigung integriert. Diese Bilanz konnten Verantwortliche der Projektpartner ibu und Jobcenter Ludwigslust-Parchim jetzt bei einem Treffen im Technikum in Neustadt-Glewe ziehen.

Großen Anteil an dem Erfolg von „Mittendrin“ haben die Arbeitsvermittler. Sie berichteten auf dem Treffen über das „Geheimnis“ des Erfolgs. „Ganz wichtig ist der enge Kontakt zu den Menschen, die wir integrieren wollen“, sagt Mandy Burkert aus Parchim. Bis zu zweimal in der Woche treffe man sich mit den Betroffenen. „Dabei geht es um ganz verschiedene Fragen: Was möchte derjenige? Welche Art Arbeit könnte er sich vorstellen? Ist er bereit, sich zu verändern? Ist ein eigenes Auto vorhanden? Und vieles mehr.“

Arbeitsvermittler Frank Prochnau aus Neustadt-Glewe ergänzt: „Dank unserer langjährigen Arbeit haben wir ein entsprechendes Netz zu Arbeitgebern geknüpft, was bei der Vermittlung natürlich hilft.“

Auf ein weiteres „Geheimnis“ der erfolgreichen Arbeit verweist Petra Müller, Teamleiterin im Jobcenter: „Es ist der sogenannte ,kurze Weg’, der vieles einfacher macht.“ Man umgeht die Bürokratie und verfasst keine langen Anschreiben, sondern greift zum Telefonhörer und klärt Probleme in kürzester Zeit.

„Uns spielt natürlich auch die derzeitige Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in MV in die Hände“, sagt ibu-Geschäftsführer Christian Rosenkranz. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Fördermöglichkeiten, die es Menschen erleichtert, in einen Job integriert zu werden. Heidi Schmidt vom Jobcenter erwähnte hier Förderungen beim Erwerb des Führerscheins und auch eines Privatwagens.

Nicht zu unterschätzen sei auch die „Nachbetreuung“, sagte Arbeitsvermittler Frank Prochnau. Das heißt, man kümmert sich auch um jene Menschen, die in Arbeit vermittelt werden konnten. „Wenn sie Fragen haben, können sie sich jederzeit an uns wenden“, so Frank Prochnau. Arbeitsvermittler Mario Krüger aus Parchim konnte hier über ähnliche Erfahrungen berichten.

Immerhin ist „Mittendrin“ so erfolgreich, dass nach Ablauf Ende Juni das Programm seit 1. Juli nun nahtlos fortgesetzt wird. Die Gründe dafür nannte auf SVZ-Nachfrage Karsten Schuldt von der Geschäftsstelle des Regionalbeirats Westmecklenburg für den Europäischen Sozialfonds (die Geschäftsstelle ist dem Wirtschaftsministerium zugeordnet): „Wir haben die Ergebnisse des Projekts geprüft und entschieden, dass es uneingeschränkt weitergeführt wird. Zum einen, weil es erfolgreich ist und in Westmecklenburg ein Alleinstellungsmerkmal besitzt, sich im Unterschied zu anderen Projekten nämlich an ältere Menschen wendet. Zum anderen hat es sich gezeigt, dass ibu Neustadt-Glewe wirklich über die entsprechenden Kontakte zu Unternehmen verfügt, was bei manchen Dienstleistern nicht immer so ist.“

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