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Ludwigsluster Tageblatt

22. September 2017 | 11:40 Uhr

Ludwigslust : Auch kleinster Hinweis ist wichtig

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kriminalrat Dirk Hoffmann leitet seit knapp 100 Tagen das Kriminalkommissariat Ludwigslust und sagt, was ihm besonders wichtig ist

von
erstellt am 13.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Dirk Hoffmann ist knapp 100 Tage im Amt. Im November 2016 hat der 41-Jährige das Kriminalkommissariat Ludwigslust als Leiter übernommen. Zeit für eine erste kleine Bilanz.

Die Zahlen zum Kriminalitätsgeschehen im vergangenen Jahr sind zwar noch nicht offiziell bekannt gegeben worden, trotzdem zeichnet sich auch für 2016 eine Fortsetzung der Tendenz gegenüber den 1990-iger Jahren ab. „Wir haben weiterhin die Tendenz rückläufiger Fallzahlen“, verrät der Kriminalrat. Womit der Landkreis Ludwigslust-Parchim, für den die Polizeiinspektion Ludwigslust und damit das Kriminalkommissariat zuständig sind, weiterhin zu einem der sichersten im Land gehört. Und das auch dank der knapp 100 Kriminalbeamten, für die Dirk Hoffmann verantwortlich ist.

Trotzdem wisse er: „Wir haben objektiv einen sicheren Landkreis, subjektiv wird das leider manchmal anders gesehen. Es gibt nämlich Deliktbereiche, die stärker ins öffentliche Bewusstsein dringen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen beeinflussen“, sagt der Kriminalrat. Ganz vorn dabei stehe das Delikt des Wohnungseinbruchdiebstahls. „Auch hier verzeichnen wir tendenziell zwar einen Rückgang, aber jeder Wohnungseinbruchdiebstahl ist einer zu viel“, so Dirk Hoffmann.

Viele Anstrengungen seitens der Polizei würden sich hier auf Prävention konzentrieren. Dirk Hoffmann: „Für uns ist gerade in diesem Bereich wichtig, dass Bewohner ihre Umgebung im Blick haben, auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge achten und uns entsprechende Hinweise geben. Auch der kleinste Hinweis kann wichtig sein und dazu beitragen, zum Beispiel einen Wohnungseinbruch zu verhindern oder auch aufzuklären, die Täter womöglich noch in Tatortnähe zu fassen.“

So wie vor fast einem Jahr in Bresegard bei Picher, wo dank aufmerksamer Einwohner mehrere Täter festgenommen werden konnten. Gerade auch angesichts „reisender“ Täter, die mit Fahrzeugen unterwegs sind, seien Hinweise aus der Bevölkerung wichtig.

Wie im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen zeige sich auch bei anderen Delikten die gewachsene Sensibilität in der Bevölkerung. So fallen längst nicht mehr so viele Ältere wie früher auf den „Enkeltrick“ herein. Darum würden Betrüger jetzt andere Maschen anwenden, sich z. B. am Telefon als Polizisten ausgeben und versuchen, Angaben u.a. zu Konten zu erhalten. „Auch hier raten wir, am Telefon keine privaten Dinge zu verraten, schon gar nicht Kontodaten weiter zu geben. Im Zweifel sollte auch hier sofort die Polizei informiert werden“, sagt Dirk Hoffmann. Zumal die Polizei grundsätzlich am Telefon keine solchen Daten erfragt.

Übrigens: Manch Passant wundert sich derzeit über Container auf dem Gelände der Polizeiinspektion neben der Einfahrt Techentiner Straße. Sie beherbergen künftig Diensträume für Kripobeamte, weil deren Räumlichkeiten in der Lindenstraße aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen nicht mehr nutzbar sind. Die „Containervariante“ gilt als Zwischenlösung, bis ein geplanter Anbau am Polizeigebäude fertig ist.

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