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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 10:49 Uhr

Ludwigslust : Asphalt und Beton in einer Trasse

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Firma Bickhardt Bau aus Thüringen will den 22 Kilometer langen Abschnitt bis zur A14-Kreuzung Schwerin bis Ende Juni fertig stellen.

von
erstellt am 30.Mai.2015 | 07:00 Uhr

Lkw um Lkw rollt heran. Die Laster kippen ihre tonnenschwere Fracht in den Beschicker, der den Asphalt dann über ein Förderband zum Fertiger transportiert. Einige Kilometer weiter wechselt der Belag der künftigen A 14 von Asphalt in Beton. Um schnell das nötige Baumaterial zur Verfügung zu haben, ist im Bereich Hohes Feld bei Neustadt-Glewe eine mobile Betonmischanlage errichtet worden. Aktueller Alltag im Autobahnbau A 14 für die Männer der Firma Bickhardt. In den vergangenen Wochen haben die Straßenbauer aus Thüringen die vorbereitenden Arbeiten auf diesem Trassenabschnitt von der Anschlussstelle Grabow bis zum Autobahnkreuz A24/A14 Schwerin ausgeführt. Dazu gehörten die Verfestigungsarbeiten ausgehend vom Bauwerk 7 an der Wildbrücke in Richtung Anschlussstelle Grabow. Auf einer rund 2,5 Kilometer langen Strecke ist mit Zement verfestigtes Frostschutzgestein eingebaut worden.

„Seit dem 4. Mai sind wir dabei, die Oberbauschichten für die Betonfahrbahn herzustellen“, erläutert Diplom-Ingenieur Jochen Schmidt, Oberbauleiter der Firma Bickhardt Bau AG und für diesen Abschnitt verantwortlich.

Aber warum Beton? „Das Material hat den Wettbewerb gewonnen, ist kostengünstiger als Asphalt und hält länger“, sagt Bernd Kanscheit, Projektleiter des Straßenbauamtes Schwerin für die A 14. „Die ersten zwei Kilometer werden aber in Asphalt ausgeführt, dann erfolgt bis zum Autobahnkreuz alles in Betonbauweise“, so Bernd Kanscheit. „Asphalt war eine Auflage aus der Planfeststellung und zwar aus artenschutzrechtlichen Gründen so gefordert. Weil Asphalt lärmreduzierend ist und so dem Schutz der Tiere und Amphibien gerecht wird“, erläuterte Bernd Kanscheit.

„Ungefähr 60 Prozent der Betonfahrbahn ist hergestellt“, so Jochen Schmidt, während er die Arbeiten seiner Leute beim Verfugen der Betonplatten in Augenschein nimmt. Es handelt sich um Waschbeton, fünf Meter lange Platten mit zweilagiger Schicht – Unterbeton von 22 Zentimetern Stärke und eine fünf Zentimeter hohe Oberbetonschicht. Als Fugenmaterial dient Spezialgummi.

Die Trasse, die die Firma Bickhardt AG baut, geht bis zur A  14-Kreuzung Schwerin. Die Arbeiten im Oberbaubereich sollen nach Aussage von Jochen Schmidt bis Ende Juni abgeschlossen sein, wenn es denn die Witterung zulässt. „Danach kommen die Komplettierungsarbeiten. Bankette auffüllen, Mittelstreifen verfüllen, Bordsteine setzen, Rinnen pflastern. Und es folgen die Komplettierungsarbeiten an allen Brückenbauwerken“, ergänzt Bernd Kanscheit. „Unser Ziel ist es, die Maßnahme bis zum Jahresende abzuschließen.“

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