ludwigslust : Asphalt für A14 aus eigenem Werk

Die Asphaltmischanlage der Firma Bickhardt Bau am Kreisverkehr wird Ende April, Anfang Mai betriebsbereit sein.
Die Asphaltmischanlage der Firma Bickhardt Bau am Kreisverkehr wird Ende April, Anfang Mai betriebsbereit sein.

Bickhardt Bau AG lässt auf dem Areal neben dem Kreisverkehr zwischen Ludwigslust und Grabow eine Mischanlage errichten

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18. März 2015, 07:00 Uhr

Seit Wochen wächst auf dem Areal neben dem ersten Kreisverkehr zwischen Ludwigslust und Grabow ein technisches Bauwerk, dass die Blicke der Verkehrsteilnehmer auf sich zieht. Im Zuge des Baus der A14 hat sich die hier im Bereich der Anschlussstelle Grabow tätige Firma Bickhardt Bau AG entschieden, ein eigenes Asphaltmischwerk aufzustellen. Mit diesem kann kostengünstiger das wichtige Material für den Fahrbahnbau hergestellt werden, als wenn es die Firma einkaufen müsste, wie Bernd Kanscheit, der Projektleiter für den Bau der A14, gestern im Gespräch mit der SVZ erklärte.

Zudem werde im Bereich Hohes Feld bei Neustadt-Glewe eine Betonmischanlage aufgebaut, die an der PWC-Anlage stehen wird. Dabei handelt es sich aber um eine mobile Anlage, ergänzte Bernd Kanscheit.

Der Baufortschritt an der Asphaltmischanlage ist unverkennbar, das konnte auch Kay Wörmann, der Projektleiter für den Aufbau von Asphaltmischanlagen, für den Standort am Kreisverkehr sagen. „Anfang Februar erfolgte hier die Baustelleneinrichtung, Ende April, Anfang Mai werden wir hier betriebsbereit sein. Hergestellt wird Walzasphalt zum Asphaltieren der nächsten Autobahnabschnitte“, so Kay Wörmann. Von hier kommt dann das Material für die Tragschicht, Binder- und Deckschicht, auch Umschlagplatz, Lagerplatz und Bitumenlager gehören zum Umfeld des Asphaltmischwerkes vom Typ TBA 4000 der Firma Benninghoven, so Kay Wörmann. „Das bedeutet, es handelt sich um eine 4-Tonnen-Mischanlage, mit einer maximalen Leistung von 320 Tonnen pro Stunde.“

Neben dem Asphaltmischwerk befindet sich ein Speicher, der 300 Tonnen Asphalt aufnehmen kann. In diesem Langzeitsilo ist die Asphalttragschicht 24 Stunden lagerfähig, dann spätestens muss das Material verarbeitet sein.

Doch bis es soweit ist, müssen erst einmal die vorbereitenden Arbeiten auf diesem Trassenabschnitt von der Anschlussstelle Grabow bis zum Autobahnkreuz A24/A14 Schwerin ausgeführt werden. „Am Montag hat die Firma Bickhardt Bau AG ausgehend vom Bauwerk 7 an der Wildbrücke in Richtung Anschlussstelle Grabow mit den Verfestigungsarbeiten begonnen. In der Woche“, so Bernd Kanscheit, „sollen dann rund 2,5 Kilometer Strecke verfestigt werden. Eingebaut wird Frostschutzmaterial. „Also Frostschutzgestein, das mit Zement verfestigt wird“, erläutert Jochen Schmidt, Projektleiter der Firma Bickhardt Bau und für diesen Abschnitt verantwortlich. Rund 20 Kilometer müssen verfestigt werden, nach Aussage von Bernd Kanscheit dauert das gut acht Wochen. Sind die Baumaßnahmen abgeschlossen, wird dann ab Mitte Mai mit dem Betonoberbau begonnen. „Die ersten zwei Kilometer werden in Asphalt ausgeführt, dann erfolgt bis zum Autobahnkreuz auf zehn Kilometern alles in Betonbauweise“, so Jochen Schmidt. Zielstellung ist, bis zum Ende des Jahres diesen Abschnitt fertig zu stellen. Danach wird auch das Asphaltmischwerk wieder zurückgebaut.

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