zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 10:30 Uhr

neustadt-glewe : „artifex“ sucht ein Domizil

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Soziokultureller Verein in Neustadt-Glewe hat sich etabliert / Nächster Höhepunkt ist die Walpurgisnacht

von
erstellt am 30.Mär.2017 | 21:00 Uhr

René Thiel tüftelt gerade an den Überraschungen für den 30. April. Dann nämlich ist auf der Neustädter Burg wieder ein mittelalterliches Spektakel angesagt: Schon zum dritten Mal wird hier dann zur Walpurgisnacht eingeladen. Natürlich auch wieder mit dem traditionellen Tanz in den Mai.

Veranstalter ist der Kulturverein „artifex“ (ca. 20 Mitglieder) aus Neustadt-Glewe, der aus dem kulturellen Leben der Stadt inzwischen nicht mehr wegzudenken ist. Gegründet wurde der Verein im Oktober 2015. Vorsitzender René Thiel: „Die Idee damals war, ein kulturelles Angebot in Neustadt-Glewe zu schaffen, das nicht nur das ältere Publikum anspricht, sondern Alt und Jung zusammenführt. Unser Angebot berücksichtigt ebenso den sozialen Aspekt, richtet sich auch an sozial schwache Familien und Kinder.“ Wichtig sei dem Verein darüber hinaus, Menschen unterschiedlicher Kulturkreise miteinander zu verbinden. „Insgesamt sehen wir uns als soziokulturellen Verein“, so René Thiel.

Zum Angebot gehören zum Beispiel Konzerte, Theatervorstellungen, Tanz- und Musikabende ebenso wie auch Vorträge und Kunstausstellungen. „Beliebt sind Burgführungen mit Kindern und anschließendem Ritteressen“, nennt René Thiel ein Beispiel. „Die Kosten begleichen wir aus Beiträgen unserer Vereinsmitglieder und aus den Erlösen unserer Veranstaltungen.“

Motto des Vereins ist gemäß seinem lateinischen Namen „artifex“ (Der Künstler): „Sei selbst ein Künstler!“

Ein Problem für den Verein ist, dass man auf fremde Örtlichkeiten angewiesen ist. René Thiel: „Wir wünschen uns eigene Räumlichkeiten, die wir stets und ständig nutzen können, sowohl als Vereinssitz wie auch für Veranstaltungen.“ Der Verein wünsche sich in dieser Hinsicht die gleiche Behandlung durch die Stadt, wie sie anderen Vereinen zuteil werde.

Der Vorsitzende wird dann hinsichtlich von Räumlichkeiten auch ganz konkret: „Denkbar wäre beispielsweise, dass wir in die Wiesenmeisterei in Tuckhude einziehen. Das Gelände dort würde sich wegen seines Flairs bestens unter anderem für mittelalterliche Veranstaltungen eignen, ebenso als Lagerplatz für die Akteure des Burgfestes“, meint René Thiel. Das Problem dabei ist, dass Stadtvertretung und Hauptausschuss Bürgermeisterin Doreen Radelow beauftragt haben, die Wiesenmeisterei 2017 zu verkaufen (SVZ berichtete).

René Thiel: „Bei einem Verkauf durch die Stadt droht das Objekt für die breite Öffentlichkeit verloren zu gehen. Eine Nutzung durch unseren Verein dagegen würde sie als kulturelles Erbe erhalten.“

Zunächst aber wird „artifex“ die dunkle Jahreszeit vertreiben – in eingangs erwähnter Walpurgisnacht am 30. April. Zahlreiche Künstler werden auf der Burg zu Neustadt-Glewe dann wieder für spektakuläre Ereignisse sorgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen