zur Navigation springen

Private Kampfmittelräumer an der B 5 im Einsatz : Areal für A 14 von Munition befreien

vom

Thomas Cogiel und Mathias Schmidt beugen sich über eine kleine Grube. Sie sondieren und beräumen die Fläche, die im Zuge der Baumaßnahmen für den Bau der A14 und der Anschlussstellen in der Region überprüft werden muss.

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2013 | 11:47 Uhr

Ludwigslust | Thomas Cogiel und Mathias Schmidt beugen sich über eine kleine Grube. Sie befinden sich in einem abgesperrten Waldstück an der B5 in Ludwigslust. Im Umkreis von rund 100 Metern haben Mitarbeiter des Munitionszerlegebetriebes Jessenitz (MZB) diesen Bereich abgesperrt. In der Grube liegen drei Gewehrgranaten, gefährliche Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg. Die beiden Männer sind Sprengtechniker und haben eine nicht ungefährliche Mission: Sie bereiten die Fundmunition zur Sprengung vor. Die beiden Experten haben Plastiksprengstoff angebracht, eine Zündleitung verlegt und an der Zündmaschine angeschlossen. Mit einer Sprengkapsel werden die Granaten, die nicht transportiert werden dürfen, dann zur Detonation gebracht. Erde stiebt auf, ein Knall, dann ist alles vorbei.

Diese und andere Fundmunition ist von Mitarbeitern des privaten Kampfmittelräumdienstes M.A.K.S. aus Biederitz mit Spezialsonden aufgespürt worden. Die Räumung des ausgewiesenen Areals gelinge aufgrund der tollen Luftbildauswertung sehr gut, die Kollegen dieser Abteilung haben eine hervorragende Vorarbeit geleistet, wollte Thomas Cogiel auch mal ein Lob an seine Kollegen schicken.

"Die Firma aus Biederitz ist in unserem Auftrag tätig, wir haben schon des öfteren mit ihr zuammengearbeitet und da sie die Ausschreibung für sich entscheiden konnte, ist das Unternehmen an der B 5 im Einsatz", erklärt Thomas Cogiel. Seit Anfang Januar sind die Kampfmittelräumer unter der Fachaufsicht von Matthias Schmidt vom MZB hier in einem rund sechs Hektar großen Gebiet präsent, die Zahl schwankt je nach Bedarf zwischen 10 und 15 Leuten. Sie sondieren und beräumen die Fläche, die im Zuge der Baumaßnahmen für den Bau der A14 und der Anschlussstellen in der Region überprüft werden muss. Nach Feststellung der Belastung und der Vorerkundung ist dann zu entscheiden, ob beräumt werden muss. Augenmerk wird da auf Munition und Munitionsteile gelegt, von denen eine nicht unerhebliche Gefahr ausgeht. Die Kampfmittelräumer, die noch bis Ende Februar in diesem Abschnitt zu finden sein werden, haben schon allerhand aufgespürt, es wird fast wöchentlich Munition abgefahren. Was nicht an Ort und Stelle gesprengt werden kann, kommt in den Munitionszerlegebetrieb nach Jessenitz bei Lübtheen. Dort wird entschieden, wie die Funde weiter bearbeitet werden. "In den vergangenen Tagen und Wochen sind in diesem Abschnitt rund 100 Kilogramm entdeckt worden. "Dabei handelte es sich um Munitionssplitter, um Sprenggranaten, um Panzerminen, T-Mine 35, um eine Bombe SD1, um Waffen und Waffenteile, um Munitionsteile mit und ohne Anhaftung", sagte Thomas Cogiel, der Leiter des Munitionszerlegebetriebes Jessenitz. Das Unternehmen ist dem Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz unterstellt und ist in diesem Fall Auftragnehmer des Straßenbauamtes Schwerin, das für die Bauabschnitte VKE 6 und 7 in MV bis zur Landesgrenze Brandenburg die Verantwortung trägt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen