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Neustadt-Glewe : „Arche“ bald vor altem Pastorat

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Großes Interesse in Neustadt-Glewe am Erwerb der Holzskulpturen, die in einem Kreativprojekt der Generationen entstanden sind

von
erstellt am 23.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Die Arbeit hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Nur eines von fünf Kunstwerken ist noch nicht an den Mann gebracht. Aber auch nur deshalb, weil es noch nicht ganz fertig ist.

Es geht um die Holzskulpturen, die in einem Kreativprojekt in Neustadt-Glewe entstanden sind. Pastorin Silke Draeger freut sich: „Es gab viele Interessenten an den Skulpturen. Drei davon wurden bereits verkauft. Für das vierte Kunstwerk, die ,Lebensschale’, gibt es sogar zwei Interessenten. Die fünfte Arbeit schließlich, das ,Wachsende Leben’, ist noch nicht ganz fertig.“

Die Skulpturen konnten im Sommer an der Evangelischen Stadtkirche St. Marien besichtigt und von den Interessenten ausgewählt werden. Christian Rosenkranz, Mitglied der Kirchengemeinde, hat die Skulptur „Große Arche“ erworben. Er möchte ihr einen Platz nicht weit von der Stadtkirche entfernt geben. „Wenn die aufgetragene Schicht wasserfest ist, wird das Kunstwerk seinen würdigen Platz im Garten des alten Pastorats (entstand 1729 nach dem Stadtbrand – d. R.) unweit der Kirche St. Marien finden“, sagt Rosenkranz. „Ich denke, es war eine schöne Idee, Kinder und Erwachsene gemeinsam an dem Projekt arbeiten zu lassen. Alle haben über Monate hinweg ein großes Engagement gezeigt.“ Ausdrücklich erwähnt Rosenkranz in diesem Zusammenhang auch den Bildhauer Christian Wetzel, der das Projekt künstlerisch und handwerklich begleitet hat, sowie Pastorin Silke Draeger. „In der Kirchengemeinde wird eine sehr gute Jugendarbeit geleistet“, so Christian Rosenkranz.

Seit dem Spätwinter hatten fünf gemischte Paare von Kindern bzw. Jugendlichen und Erwachsenen die Kunstwerke geschaffen. Wie Pastorin Draeger damals sagte, war es auch ein Ziel, verschiedene Generationen miteinander zu verbinden. Dieses Ziel wurde erreicht, wie das Ergebnis zeigt.

Die Skulpturen stellen, so wie es geplant war, einen Bezug zwischen biblischen Geschichten und der heutigen Lebenswelt her. Durchgeführt wurde das Projekt vom Förderverein der Stadtkirche Neustadt-Glewe e. V. gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde.

Die Stadt unterstützte die Arbeiten, stellte die Baumstämme von Pappeln zur Verfügung, die wegen Altersschäden abgeholzt werden mussten. Außerdem durften die Räumlichkeiten der Burg sowie der Innenhof genutzt werden. „Den Verkaufserlös der Skulpturen werden wir für eine Bildungsfahrt in ein Künstleratelier sowie für die weitere Schwammsanierung unserer Stadtkirche nutzen“, sagt Pastorin Silke Draeger.

 

 

 

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