Ludwigslust : Antrag des Investors erst einmal zurückgestellt

Nördlich der Neustädter Straße  gegenüber der Tankstelle plant ein Investor den Neubau eines Handels- und Dienstleistungszentrums in Ludwigslust. Der Bauausschuss stellte einen Antrag des Investors auf Änderung des Bebauungsplans erst einmal zurück.
Nördlich der Neustädter Straße gegenüber der Tankstelle plant ein Investor den Neubau eines Handels- und Dienstleistungszentrums in Ludwigslust. Der Bauausschuss stellte einen Antrag des Investors auf Änderung des Bebauungsplans erst einmal zurück.

Neubau eines Handels- und Dienstleistungszentrums Thema im Ludwigsluster Wirtschaftsausschuss

svz.de von
10. März 2016, 07:00 Uhr

Es ist ein Projekt beträchtlicher Größe, was ein Investor mit Sitz im niedersächsischen Wiefelstede/Metjendorf in der Stadt Ludwigslust realisieren möchte. Es geht um den Neubau eines Handels- und Dienstleistungszentrums. Auf einer Teilfläche gegenüber der Tankstelle in der Neustädter Straße soll ein SB-Discountmarkt samt Backshop und Café sowie eine SB-Autowaschanlage errichtet werden. Allerdings müsste dazu dem Wunsch des Vorhabenträgers zugestimmt werden, der eine Änderung des bestehenden B-Plans für diese besagte Teilfläche in der Gemarkung Ludwigslust beantragte.

Lange diskutierten die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses, letztlich fassten sie den Entschluss, den Antrag zurückzustellen. Nach der Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts der Stadt Ludwigslust wird über den Antrag abschließend befunden. Das gab der Ausschuss als Empfehlung an die Stadtvertretung, die am 15. März darüber berät.

Die Untersuchungen für das Einzelhandelskonzept laufen, so Stefan Schiefele, zuständig für Stadtentwicklung und Stadtplanung. „Ein halbes Jahr brauchen wir für die Bearbeitung und Aktualisierung des Konzepts. Eine Einzelstandortbetrachtung wird dabei nicht durchgeführt, sondern alle Vorhaben gleichermaßen erfasst.“ Dazu gehört z.B. der Neubau des Penny-Marktes, der Abriss und Neubau des Aldi-Marktes an gleicher Stelle in der Neuen Torstraße. Letzteres Vorhaben ist am gleichen Abend, als der Wirtschaftsausschuss tagte, dem Ausschuss für Bau, Umwelt und Energie vorgestellt worden. Wie es Ausschussvorsitzende Birgit Wulf zum Ausdruck brachte, fand die Präsentation des Projektentwicklers und des Vertreters von Aldi die Zustimmung des Gremiums.

Stefan Schiefele erwähnte, dass Ludwigslust mit dem neuen Aldi-Markt und rund 1060 Quadratmetern Verkaufsfläche schon großflächig sei. Das Projekt im Bereich der Neustädter Straße, so wie es der Investor plane, sei zu groß. Im Gespräch mit dem Träger des Vorhabens gab es anfangs andere Dimensionen, da war eine Verkaufsfläche von 700 Quadratmetern festgelegt, so Schiefele. Mit rund 2000 Quadratmetern Nutz- und Verkaufsfläche würde der Investor in einer Größenordnung bauen, die von der Regionalplanung und auch von der Stadt kritisch gesehen werde, so Bürgermeister Reinhard Mach.

Wirtschaftsausschuss-Vorsitzender Uwe Langmaack warf ein, dass es auch in diesem Areal an der Neustädter Straße einen Nahversorger geben solle. „Wollen wir das verhindern oder noch mal mit dem Betreiber reden?“, so sein Einwurf. „Wenn dann im September dieses Jahres das Einzelhandelskonzept steht“, so Bürgermeister Reinhard Mach, „setzen wir uns mit dem Investor noch mal an einen Tisch.“

Torsten Hinrichs brachte zum Ausdruck, dass es wichtig sei, das Konzept zu überarbeiten, um zu sehen, was machbar und umsetzbar wäre. Auch Dirk Friedriszik vertrat die Auffassung, die Beschlussvorlage zum Antrag des Investors bis zur Klärung des Sachverhalts, was das Einzelhandelskonzept letztlich aussage und möglich mache, zurückzustellen. Melitta Roock hofft nur, „dass der Investor nicht verschwunden ist, bis wir das Konzept dann fertig haben.“

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