Goa-Party Eldena : Angst vor Heimfahrt im geklauten Auto?

Der herrenlose Pkw stand heute noch bei der Polizei.
Der herrenlose Pkw stand heute noch bei der Polizei.

Polizei stellte nach Goa-Party herrenlosen Pkw und Wohnanhänger mit dänischen Kennzeichen sicher

svz.de von
10. Juni 2016, 18:00 Uhr

Dass Autos spurlos verschwinden, damit hat die Polizei des öfteren zu tun. In diesem Fall aber gibt es zwei fahrbare Untersätze zu viel.

Die Goa-Party in Eldena beschäftigt auch Tage später noch die Beamten. Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust: „Wir haben jetzt am Festgelände in Eldena einen Pkw und einen Wohnanhänger sichergestellt, die dort offenbar zurückgelassen wurden. Beide haben dänische Kennzeichen.“ Bei dem Pkw handelt es sich um einen Peugeot. Derzeit wird mit Hilfe der dänischen Polizei geprüft, ob er möglicherweise gestohlen wurde.

Im zweiten Fall geht es um einen Wohnanhänger vom Typ Fendt Saphir 510. „Der Wohnwagen ist in Dänemark als gestohlen gemeldet worden. Die angebrachten dänischen Kennzeichen wurden ebenfalls entwendet. Sie gehören zu einem anderen Fahrzeug“, sagt Gilbert Küchler. Möglich, dass neben dem Anhänger auch der Pkw in Dänemark gestohlen wurde und die Diebe das Risiko vermeiden wollten, damit wieder heim zu fahren. Denn derzeit kontrollieren dänische Beamte ins Land einreisende Fahrzeuge.

Insgesamt ist die Polizei aus ihrer Sicht mit dem Ablauf des Festivals zufrieden (SVZ berichtete). Gilbert Küchler: „Neben Drogenverstößen gab es nur wenige Anzeigen von Diebstählen aus Zelten. Ansonsten wurden keine weiteren Straftaten angezeigt.“

Die Polizei wird sich laut Küchler auch künftig dafür einsetzen, dass unter 18-Jährige keinen Zutritt zur Party erhalten – vor allem hinsichtlich von 59 registrierten Drogenverstößen. Dabei muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. „Eltern sollten sich überlegen, ob sie ihre Kinder angesichts dessen zu dem Fest gehen lassen“, so Gilbert Küchler, der dazu anmerkte: „Der Veranstalter hat das Zutrittsverbot für unter 18-Jährige konsequent durchgesetzt. Allerdings haben wir Informationen, dass am Sonntag vermehrt auch Jugendliche auf dem Gelände gesehen wurden.“

Übrigens gehen zwei Drittel der gezählten Drogenverstöße auf das Konto dänischer Besucher. „Wir können nicht hundertprozentig sagen, woran das liegt. Vielleicht spielt die Rechtslage in Dänemark eine Rolle, wo solche Verstöße nicht so hart geahndet werden, wie bei uns“, sagt Hauptrevierleiter Küchler. Die betroffenen Dänen mussten zur Sicherung der Strafverfolgung eine nicht geringe finanzielle Sicherheitsleistung hinterlegen.

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