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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 16:15 Uhr

grabow : „Amtskümmerer“ ist sehr gefragt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mit diesem besonderen Meldesystem ist die Stadtverwaltung Grabow seit dem Start im August 2013 auf einem guten Weg

von
erstellt am 06.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Hinweise, Beschwerden, Kritiken, Anregungen - all das , was den Leuten auf den Nägeln brennt, was sie stört und nervt, können sie bei einer besonderen Institution loswerden. Das Angebot, sich über den „Amtskümmerer“ an die Stadtverwaltung zu wenden sowie Missstände und Ärgernisse zu melden, wird von den Einwohnern der Stadt und der umliegenden Gemeinden gut angenommen. „Mit der Resonanz sind wir eigentlich recht zufrieden“, so Bürgermeister Stefan Sternberg, der auch Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Grabow ist. „Schon nach dem Start des ,Amtskümmerers’ im August 2013 zeigte sich, dass wir mit diesem Service auf einem guten Weg sind. In der Woche erreichen uns jetzt aktuell zwischen fünf und sechs Anfragen und Hinweise der Bürger“, so der Grabower Verwaltungschef. Die Missstände sollen schriftlich erfasst und mit Fotos dokumentiert werden. Anschließend werden die Mängel an die jeweils zuständigen Ämter, Einrichtungen oder Firmen und Privatpersonen weitergegeben und die Beseitigung überwacht.

Jeder Bürger des Amtes hat damit sozusagen auf kurzem Wege die Möglichkeit, auf der neuen Internetseite des Amtes (www.grabow.de) seine Beobachtungen beim ,Amtskümmerer’ einzureichen. Anliegen, die zentral über das Bürgerbüro kommen, werden dann über das Sekretariat des Bürgermeisters an das zuständige Amt weitergeleitet. Die meisten Anfragen und Kümmernisse landen auf dem Tisch der Mitarbeiter des Ordnungsamtes und des Bauamtes der Stadt Grabow. Am gestrigen Montagmorgen meldete sich zum Beispiel eine Frau, die berichtete, dass im Stadtgebiet ein Hund frei herumläuft. Auch gehen bei der Stadt sehr viele Hinweise zu illegalen Müllablagerungen in den Wäldern rund um Grabow ein. „Wir geben diese Informationen dann meist an den Landkreis weiter, der sich dann der Sache annimmt und das Problem klärt“, ergänzt Wolfgang Kann, 1. Stadtrat und Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Grabow.

Gemeldet werden über den ,Amtskümmerer’ auch tote Wildtiere im Straßenbereich, die Bürger teilen ebenso Schäden im Stadtbereich mit. So gab es eine Information, dass im Gehwegbereich in der Grabower Kreuzgasse eine Schutzleiste von einer Tür herausgebrochen war und mitten auf den Fußweg ragte. Eine Gefahrenquelle, hier musste unverzüglich reagiert werden. Das Ordnungsamt der Stadt nahm mit dem Hauseigentümer Kontakt auf und schnell konnte die Sache geklärt werden. „Was die Gefahrenabwehr betrifft, bekommen wir jetzt mehr Infos als vorher“, so der Bürgermeister, der an dieser Stelle erwähnt, dass Grabow eine der ersten Städte ist, die einen solchen „Amtskümmerer“ eingeführt haben. Kaputte Waldwege, so wie der Eichenweg in Balow, der auf Veranlassung des Bauamtes wieder hergestellt wurde, umgestürzte Bäume auf Wegen, defekte Straßenlaternen - es gibt nichts, was die Leute nicht ansprechen, und das ist aus Sicht des Bürgermeisters auch gut so. „Aber nicht nur Negatives kommt zur Sprache, wir erhalten als Stadt auch positives Feedback zu diesem und jenem Thema. Da gibt es oft auch ein Dankeschön und Anregungen, was man noch verbessern kann. So zum Beispiel, was die Begehbarkeit zum Hafen angeht oder der Hinweis von Caravaning-Freunden, die die nicht funktionierenden Münzautomaten am Hafen bemängelten - die Stadt wird dort jetzt neue aufstellen.“ Ein Thema war auch, wie man künftig mit der Turnhallennutzung umgeht. „Konkret ging es bei diesem Anliegen darum, welche Nutzungsgebühren die Stadt nehmen soll, gerade dann, wenn es sich um Freizeittätigkeiten im Jugendbereich handelt“, sagt der Bürgermeister. Und der Verwaltungschef freut sich natürlich auch, wenn in den Einträgen des „Amtskümmerers“ Lobendes vermerkt ist. Da fanden sich von Grabow-Besuchern anerkennende Worte zu zu der sehr gepflegten Sportplatzanlage und zu den Schwimmkursen im Waldbad. „Das, was wir mit dem Amtskümmerer erreichen wollten, hat sich bewährt: Den Bürgern einen schnelleren und komplikationslosen Zugang zur Verwaltung zu ermöglichen.“

 

 

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