zur Navigation springen

Hausschwamm gibt Amtsgericht in Dömitz den Rest : Amtsgericht droht jetzt komplett einzustürzen

vom

Das ehemalige Amtsgericht in Dömitz droht durch den Hausschwamm eine Immobilienruine zu werden. Selbst die Sicherungsmaßnahmen bereiten arge Probleme.

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2012 | 06:03 Uhr

Dömitz | Das ehemalige Amtsgericht Dömitz soll wieder mit Leben erfüllt werden, verspricht seit wenigen Tagen der Eigentümer, die Hamburger Refugium-Projektmanagement GmbH. Das allerdings entwickelt sich zu einem schwierigen Unterfangen, wie Unternehmenssprecherin Claudia Mohamad auf Anfrage informierte. Die Substanz des einstigen Großherzoglichen Vorzeigegebäudes ist mehr als marode. Gesplitterte Fenster geben den Blick frei auf durchgebrochene Decken und abgeplatzten Putz. Modriger Geruch dringt heraus.

Erst seit kurzer Zeit ist dem Immobilienvermarkter bewusst, dass der Hausschwamm sein vernichtendes Werk vom Untergeschoss bis in die Dachbalken vollzogen hat. Der Abriss des denkmalgeschützten Backsteingebäudes wird nicht nur von Claudia Mohamad in Erwägung gezogen. Auch bei der eng mit der Stadt Dömitz kooperierenden Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung (GOS) wird diese Option diskutiert. Seit Jahren traut sich außer Jugendlichen niemand mehr in das Gebäude. Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde müssten aber erst einmal geführt werden, um einen Abriss zu ermöglichen.

Die Zeit rennt allerdings dem Besitzer und der Stadt davon. "Refugium", so Claudia Mohamad, möchte das Gebäude, wenn es denn noch zu retten ist, so schnell wie möglich vermieten. Es gibt Pläne - es soll sogar einen festen Interessenten geben. Ist das Gebäude entsprechend saniert, dann wäre eine halbsoziale Nutzung für die Sommermonate und eine Öffnung für andere Belange in den Wintermonaten denkbar, so die Überlegungen.

Die Stadt muss den Gefahrenschwerpunkt für Passanten endlich in den Griff bekommen. Denn von der Fassade des Gebäudes bröckeln die Steine. Wer dort hinkommt, der muss, um weiterzukommen, auf oder über die Straße gehen. Dieser seit Jahren anhaltende Zustand sollte bis zum Monatsende endgültig der Vergangenheit angehören, ist jedoch immer noch gegenwärtig. Die Befestigung des Schutzgerüst am Mauerwerk sei nicht so einfach zu bewerkstelligen. Und es fehle an ausreichendem Raum, da zwei junge Bäume zusätzlich einengen. Es werde eine kurzfristige Lösung geben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen