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Ludwigsluster Tageblatt

14. Dezember 2017 | 16:19 Uhr

Neustadt-Glewe : Amt: Hier darf kein Überweg hin

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gefahrenquelle Kreuzung: Polizei kontrollierte Geschwindigkeit auf der B 191 in Neustadt-Glewe

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 07:00 Uhr

„Raser bremsen Fußgänger aus“. Unter dieser Überschrift berichtete SVZ kürzlich über die Situation an der B 191 in Neustadt-Glewe. Die Polizei reagierte entsprechend und führte bereits erste Kontrollen durch.

Es geht um den Bereich, in dem Landwehr, Goetheallee und Fritz-Reuter-Straße auf die B 191 treffen. Eine Leserin hatte über den „Heißen Draht“ in unserer Redaktion angerufen und mitgeteilt, dass viele Anwohner hier die Straße überqueren, um im nahen Supermarkt einzukaufen. Dabei sei hier oft kein Rüberkommen, weil die Autos entweder zu schnell oder es einfach zu viele seien.

Reimund Kube vom Polizeihauptrevier Ludwigslust: „Wir sind jetzt hier mehrfach präsent gewesen, was offenbar verkehrsberuhigend gewirkt hat. Es wurden 63 Fahrzeuge gemessen, von denen keines zu schnell unterwegs war. Allerdings ist den Kontrollbeamten aufgefallen, dass viele Fußgänger die Fahrbahn genau an der breitesten Stelle überqueren, dort, wo Geradeaus- und Linksabbiegerspuren nebeneinander verlaufen.“

Polizei-Hauptkommissar Kube betont, dass es weit sicherer wäre, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen und die Fahrbahn dort zu überqueren, wo die Straße wieder schmaler ist. Bei weiteren Kontrollen in der Region Neustadt-Glewe waren u. a. in der Schweriner Straße von 34 gemessenen Fahrzeugen zwei zu schnell, in der Fliegerchaussee waren es fünf von 17 Fahrzeugen. Allgemeine Verkehrskontrollen gab es auch auf der B 191 im Zentrum Neustadt- Glewes. Dabei stellte die Polizei in der vergangenen Woche insgesamt neun Kraftfahrer ohne Sicherheitsgurt und sechs Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer fest. Zweimal wurde das Ampelrot ignoriert.

Hauptkommissar Kube: „Wir werden auch künftig an bekannten Schwerpunkten im gesamten Revierbereich Kontrollen durchführen.“

Doch zurück zur B 191 im eingangs erwähnten Bereich (Landwehr). Bereits im Januar 2012 hatte die Fraktion „Die Linke“ zur Sitzung des Bau- und Umweltausschusses einen Antrag gestellt, in dem es um verkehrsberuhigende Maßnahmen entlang der B 191 im Stadtgebiet ging – auch um den erwähnten Kreuzungsbereich. Die Fraktion beantragte damals u.a., Fußgängerüberwege mittels Zebrastreifen und Schilder zu schaffen, um die Verkehrssicherheit für die Neustädter zu erhöhen.

Bürgermeister Arne Kröger hatte den Antrag seinerzeit umgehend an das zuständige Straßenbauamt Schwerin weiter geleitet. Von dort wurde u. a. zum Kreuzungsbereich B 191/ Fritz-Reuter-Straße/Landwehr mitgeteilt, dass hier kein Fußgängerüberweg statthaft ist, weil solche Wege nur dort angelegt werden dürfen, wo nur ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung steht.

Peter Warnecke, Vorsitzender der Linksfraktion in der Stadtvertretung: „Bisher hat es im Kreuzungsbereich B 191/Landwehr noch keinen Unfall gegeben. Leider reagieren die Behörden erst dann, wenn etwas passiert ist. Und das kann nicht sein.“ Auch Warnecke sieht das Problem, dass viele Fußgänger die Fahrbahn an der breitesten Stelle überqueren. „Die eleganteste Lösung wäre es, 30 bis 40 Meter weiter einen Zebrastreifen einzurichten.“ Bürgermeister Arne Kröger bestätigte ebenfalls, dass der Fall amtsintern bereits bekannt sei und seit geraumer Zeit mit dem zuständigen Baulastträger Kontakt aufgenommen wurde.

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