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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 10:53 Uhr

Glaisin : Amerikaner in der Gillhoff-Stuv

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Familienforscherin Shirley Riemer besuchte Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin sowie Ludwigslust und Glaisin

Auf ihrer Reise durch Deutschland besuchten die Familienforscherin Shirley Riemer aus Sakramento (California), deren Enkeltochter Amanda Breslin aus Denver (Colorado) und ein Freund von Amanda, Joshua Chelul aus Montana, die Gillhoff-Stuv in Glaisin. Aus gutem Grund: Shirley Riemer ist Herausgeberin des „Blumenbaum“, einer Zeitschrift zur deutschen Geschichte, Alltag und Genealogie. Außerdem veröffentlichte sie zahlreiche Reisebücher über Deutschland. Vor Kurzem erhielt sie eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk – den Verdiensten um die Familienforschung.

Shirley Riemer wurde von Dr. Wolfgang Grams aus Oldenburg begleitet, der über das Projekt „Routes to Roots“ Amerikanern Deutschland zeigt. Die erste Station war Schwerin. Dort besuchten die Gäste das Schleswig-Holstein-Haus und die Ausstellung „Heimat Amerika“ mit Bildern aus Iowa, Wisconsin und North Carolina sowie seltenen Objekten bzw. Unikaten zum Thema „100 Jahre – Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer“ von Johannes Gillhoff. Eine Erstausgabe des Amerikafahrers. Ausländische Ausgaben des Buches aus Norwegen, Dänemark, Niederlande, eine deutsche aus Argentinien und die amerikanische aus Iowa. Alle Objekte der kleinen Ausstellung sind aus dem Privatarchiv von Udo Baarck.

Die zweite Station der Reise war Ludwigslust. Beeindruckt vom Schloss und der Stadtkirche mit dem Wandgemälde „Die Verkündigung der Geburt Jesu Christi“ von Findorff und Suhrlandt. Die dritte Station war schließlich die „Gillhoff-Stuv“ im Heimatdorf der Gillhoffs. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der Arbeit des Vereins für Heimat- und Migrationsforschung Mecklenburg e.V. mit Sitz in Glaisin. Die zwei kleinen Vitrinen werden ständig neu gestaltet, weil es immer wieder neue Ergebnisse in der Forschung gibt.

Ganz besonders interessierten sie sich für das Glaisiner Klassenbuch mit den Bemerkungen „…Amerika…“ und die Auswandererlisten von Südwest-Mecklenburg, zu denen rund 3000 namentlich erwähnte Mecklenburger mit dazugehöriger Ortschaft gehören, die in der Neuen Welt ihr Glück suchten. Jetzt kommen die Nachfahren und besuchen die Dörfer und Städte ihrer Vorfahren.

Die Wertschätzung für die Arbeit des Vereins für Heimat- und Migrationsforschung Mecklenburg e.V. mit Sitz in Glaisin schrieben sie und die anderen Gästen ins Gästebuch des Vereins, das ständig in der „Stuv“ ausliegt. Shirley Riemer und Dr. Wolfgang Grams möchten in Zukunft die Arbeit mit dem Verein fortsetzen.

 





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