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Techentin : Am Karstädter Weg wächst Müll aus der Erde

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bürger verärgert über Umweltverschmutzung / Altdeponie nur mit dünner Erdschicht abgedeckt

Am Karstädter Weg in Techentin gibt es viel zu entdecken: Mal wächst ein Schuh aus der Erde, mal zeigt sich plötzlich ein Plastekanister, Kabelenden sind auch schon dabei gewesen.

Hier befand sich in den achtziger Jahren eine Mülldeponie, die irgendwann geschlossen wurde. „Es sind jetzt sehr viele offene Stellen durch Wildschweinaktivität rund um die ehemalige Müllhalde“, berichtet Familie Dietzel, die in unmittelbarer Nähe des Geländes wohnt. „Die Erdabdeckung beträgt maximal 30 Zentimeter. Das Gebiet erstreckt sich vom Karstädter Weg (welcher in Höhe Brücke bereits mit Plastikmüll besäumt ist) über die gesamte ehemalige Mülldeponie“, so die Schilderung.

Familie Dietzel hat den Landkreis Ende vergangenen Monats aufgefordert, eine Beräumung der Müllhalde zu prüfen, zumindest aber den ständig zu Tage tretenden Müll zu entsorgen. Nicht zum ersten Mal, denn im Juni 2011 haben Dietzels schon mal auf den Missstand hingewiesen. „Leider kommt auch heute noch illegale Müllentsorgung hinzu“, berichtet Annette Dietzel im Gespräch mit SVZ. Hierbei handele es sich nicht um reine Gartenabfälle, sondern Bauschutt, Elektro-, Haus- und Plastikmüll bis hin zu Sondermüll in Form von Asbestplatten.

Besonders letztere Beobachtung macht Jochen Krippenstapel hellhörig. Er ist beim Landkreis der Fachdienstleiter für Natur- und Umweltschutz.

Krippenstapel schließt eine Neubewertung der Situation nicht aus. Für den Landkreis insofern mit Hindernissen verbunden, da er nicht Eigentümer der Fläche ist. Die gehört vielmehr dem Bund. Der Ball liegt also beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) in Schwerin.

Mit dieser Behörde soll es eine Abstimmung geben, was man in dieser Angelegenheit machen kann. Der Landkreis hat indessen genug eigene Baustellen, will er doch in den nächsten Jahren eine Bewertung der acht ehemaligen Deponien vornehmen, die in seinem Zuständigkeitsbereich liegen. „In Techentin gehen wir aktuell nicht von einer Gesundheitsgefahr aus“, so Jochen Krippenstapel.

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