Ludwigslust : Alte Straßen bald in neuem Glanz

Bauleute der Firma Dau sind gegenwärtig dabei, im 1. Bauabschnitt der Nummerstraße in Ludwigslust Hausanschlüsse für Gas, Wasser und Strom zu verlegen.
Bauleute der Firma Dau sind gegenwärtig dabei, im 1. Bauabschnitt der Nummerstraße in Ludwigslust Hausanschlüsse für Gas, Wasser und Strom zu verlegen.

Fachbereichsleiter Jens Gröger stellte Anwohnern im Rathaussaal die Vorplanung für 2. Bauabschnitt Nummerstraße/Neue Straße vor

svz.de von
02. Juli 2014, 08:09 Uhr

Der Baufortschritt im ersten Abschnitt der Nummerstraße in Ludwigslust ist unschwer zu erkennen. Bauleute der Firma Dau sind gegenwärtig dabei, Hausanschlüsse für Gas, Wasser und Strom zu verlegen. „Das sind Arbeiten im Auftrag der Stadtwerke, die hier die Versorgungsleitungen in die Erde bringen“, so Jens Gröger, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Tiefbau der Stadt Ludwigslust gestern Mittag im Gespräch mit der SVZ. Mitte Juli sollen die Arbeiten zum Abschluss kommen, ab Mitte Juli wird dann der Abwassserzweckverband Fahlenkamp die Verlegung der Schmutz- und Regenwasserleitungen in Angriff nehmen. „Das wird etwa bis Ende August dauern, dann beginnen ab September die Straßenbauarbeiten.“

Am Abend zuvor hatte der Fachbereichsleiter rund 25 interessierten Anwohnern Details der Vorplanung zum 2. Bauabschnitt Nummerstraße/Neue Straße während einer 90-minütigen Info-Veranstaltung im Rathaussaal dargelegt. Dieses Vorhaben ist eine der letzten  Maßnahmen der Stadt Ludwigslust mit Hilfe von Städtebaufördermitteln.  „Wir warten darauf, dass das Maßnahmenprogramm von der Programmbehörde, eine Abteilung der Städtebauförderung im Wirtschaftsministerium  in Schwerin,   bestätigt wird.“ Auf den Einwurf eines Anwohners, was dann wäre, wenn es keine Fördermittel gebe, lautete die knappe wie konkrete Antwort von Jens Gröger: „Dann wird die Straße nicht gebaut.“ Der Eigenanteil der Stadt liege bei 30 bis 40 Prozent. „Allein nur mit Eigenkapital können wir  das nicht umsetzen.“

Zum Projekt Nummerstraße/Neue Straße:  Die Nummerstraße stammt aus den  Jahren  1920/30, hat eine Fahrbahn mit unregelmäßigem Feldsteinpflaster.  Die Baulänge beträgt 200 Meter, die Stadt übernimmt bei der Sanierung die Verkehrsfläche und die Beleuchtung, die Stadtwerke übernehmen die Verlegung der Trinkwasser- und Gasleitungen sowie der Stromkabel und die Installation der Hausanschlüsse.

Eine Voruntersuchung zu vorhandenen Bäumen fand statt. Zwölf Linden müssen laut Baumgutachten gefällt werden, der Fällantrag bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises ist Mitte Mai eingereicht worden. Als Ausgleichsmaßnahme werden  21 Bäume gepflanzt. Dabei handelt es sich um die Schwedische Mehlbeere, die im Vergleich zur Linde eine andere Wurzelausbreitung hat, somit später in ihrer Entwicklung dem Untergrund der  Häuser nicht schaden kann.

Die Neue Straße ist eine Wohnstraße. Die aktuelle Fahrbahnbreite wird im Zuge der Sanierung von sieben auf 5,04 Meter verkleinert. Fahrbahn, Parkstreifen, Borde, Gehweg, Baumstreifen und Traufstreifen werden komplett erneuert. „Wir genügen nicht nur den behördlichen Anforderungen, wir sind sogar besser“, so Jens Gröger.  Bis Ende Juli ist die Genehmigungsplanung abzugeben. Läuft alles recht zügig, könnte der  Abwasserzweckverband Fahlenkamp noch   in diesem Jahr mit den Kanalbauarbeiten beginnen. Die gesamte Baumaßnahme dürfte dann  2015 ein gutes dreiviertel Jahr dauern, so Fachbereichsleiter Jens Gröger.

Die Ausgleichsbeträge, die die Anlieger zu zahlen haben, liegen zwischen 2 und 8 Euro. Die genaue Zahl hängt von der Lage der einzelnen Quartiere ab, ist sie gut, gibt es viele Geschäfte, ist das Haus zentral gelegen, spricht man  von 1a-Lage oder aber von einer weniger  guten Randlage. Die Differenzwerte zwischen Anfangs- und Endwerten des Bodenwertes legt der Gutachterausschuss des Landkreises fest.

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