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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 17:12 Uhr

Karstädt : Alte Mopeds und viele Emotionen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Hans-Joachim Roddeck erhielt beim 17. Karstädter Oldtimertreffen eine Urkunde für sein Lebenswerk um die Marke Simson

von
erstellt am 04.Jul.2016 | 06:00 Uhr

Das 17. Karstädter Oldtimertreffen gestern war wohl eines der emotionalsten in den vergangenen Jahren. Hans-Joachim Roddeck, Chef und gute Seele des zurzeit 22 Mitglieder zählenden SR-Oldie-Clubs Karstädt, erhielt aus den Händen seines Freundes Karl-Heinz Rückheim eine Ehrenurkunde für sein Simson-Lebenswerk. „Herrn Hans-Joachim Roddeck überreichen wir diese Ehrenurkunde für seine Leidenschaft sowie sein außerordentliches Engagement der Marke Simson gegenüber. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Geschichte der Marke Simson weitergeschrieben wird“, heißt es in der Ehrenurkunde, die der Geschäftsführer der Meyer-Zweirad GmbH, Falko Meyer, unterzeichnet hat.

Karl-Heinz Rückheim hatte diese Ehrung tags zuvor vom 1. Internationalen Simson-Treffen in Suhl abgeholt. „Eigentlich wollten wir unseren über alles geschätzten Hans zur Übergabe nach Suhl mitnehmen, doch sein Gesundheitszustand ließ die Strapazen der fast 1000 Kilometer langen Fahrt nicht zu“, erklärte Rückheim.

Roddecks Sohn Uwe und Dieter Ziggel erinnerten sich gestern im Gespräch mit der SVZ noch genau an die Anfänge des Treffens am Gemeindehaus Karstädt, das mittlerweile Kultstatus erlangt hat. „Während wir bei unserer Premiere im Jahr 2000 noch auf das Motodrom in Ludwigslust ausweichen mussten, konnten wir ab dem folgenden Jahr bereits hunderte Liebhaber der Marke Simson hier auf dem Gemeinde-Veranstaltungsgelände begrüßen“, schwelgten die beiden Oldie-Freunde in vergangenen Zeiten. Dabei machten sie keinen Hehl daraus, dass das alles nur durch die großzügige Unterstützung durch die Gemeinde mit Bürgermeisterin Krimhilde Franck möglich wurde. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, die Arbeit des SR-Oldie-Clubs auch in Zukunft zu unterstützen“, betonte Krimhilde Franck und erinnerte an die Zeiten, als sie mit Hans-Joachim Roddeck auf einem Moped laut klingelnd durch Karstädt gefahren ist, um die Einwohner zum Dorffest abzuholen.

„Ich schätze an diesem Treffen hier in Karstädt besonders die familiäre Atmosphäre und dass sich fast jeder persönlich kennt“, freute sich Alfred Prade aus Hagenow-Heide. Der 72-Jährige ist bereits seit 15 Jahren in Karstädt mit von der Partie und zeigte gestern seinen SR 1 und Hühnerschreck aus den 1950er-Jahren. „Bereits seit meinem 14. Lebensjahr bin ich mit dem Schraubervirus infiziert und kann es seitdem nicht lassen, mich um meine Zweiräder der Marken Simson und Awo zu kümmern“, erzählt Prade, während er unzählige Hände schüttelt. Letztlich hoffte gestern nicht nur Alfred Prade, dass sich der Gesundheitszustand von Hans-Joachim Roddeck, dem großen Vater des Erfolges, stabilisiert und er ihnen noch lange erhalten bleibt.

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