Grabow : Alte Fachwerkhäuser neu beleben

Grabow: Stadtentwicklung wird mit der Komplettsanierung des Hauses Canalstraße 3 fortgesetzt/ Weitere Projekte sind in Vorbereitung

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25. Juli 2014, 07:00 Uhr

Alte Häuser zu neuem Leben zu erwecken und damit das Antlitz der bunten Stadt an der Elde noch weiter zu verschönern: Diesen Prozess wird die Stadt Grabow mit weiteren innerstädtischen Sanierungsvorhaben fortführen. „Der Baubeginn für das Haus Canalstraße 3, das Gebäude hat die Stadt vor Jahren erworben, wird Anfang August sein“, sagte im SVZ-Gespräch Kerstin Jensen, bei der Stadt Grabow seit 1992 für die Stadtsanierung zuständig. Dabei handelt es sich um ein altes Fachwerkhaus neben dem Rathaus, jetzt befindet sich das Vorhaben in der Auftragsvergabe. „Nach Abschluss der kompletten Sanierung einschließlich der Außenanlagen sollen dort zwei Wohnungen entstehen, die über die Wobau vermietet werden“, ergänzt Bürgermeister Stefan Sternberg.

„Zwei weitere Häuser haben wir in Vorbereitung, die Kirchenstraße 17 und die Rudolf-Breitscheid-Straße 13. Letzteres ist ein großes Fachwerkbau-Eckgebäude. Wenn es fertig ist, wird es etwas ganz Besonderes sein, da es vom Balkenfachwerk her ganz speziell ist“, so Kerstin Jensen. „Wir als Stadt sind jetzt dabei zu überlegen, wie wir was in die Planung mit einbinden können. Auch hier wird es eine Komplettsanierung mit Gestaltung der Außenanlagen geben.“ Eine Vermietung ist hier ebenso vorgesehen, noch besser wäre natürlich ein Verkauf. „Die Nachfrage nach altbausanierten Wohnungen im Stadtgebiet ist enorm, die Leute legen darauf großen Wert“, war von Bürgermeister Stefan Sternberg zu hören. „Wir bauen nicht nach langweiligen Standards, sondern beziehen die Charakteristik der jeweiligen Wohnung mit ein.“ Momentan sind vor allem größere, wie Zwei- und Dreiraum-Wohnungen, gefragt. „Das Interesse ist also da, vor allem für Objekte mit Terrassen und Balkonanlagen. Auch die Innenhöfe werden wir in diesem Zuge mitgestalten“, so Kerstin Jensen, die sich über den Zuspruch der Grabower freut. „Sobald wir die ersten Objekte anfassen, sind auch schon die ersten Mietinteressenten da. Die städtebauliche Entwicklung hat auch in den nächsten Jahren ganz hohe Priorität. Wir machen das solange, wie Städtebaufördermittel bewilligt werden. Weil die Städtebauförderung der Stadt Grabow hilft, ihr charakteristisches Aussehen zu erhalten“, ergänzt der Grabower Bürgermeister. Und Stefan Sternberg geht davon aus, dass die Kommune in den nächsten zwei, drei Jahren immer noch der größte Auftraggeber bleiben wird. „Bis zum letzten Tag der Städtebausanierung wollen wir möglichst viele Mittel aus diesem Programm für unsere Stadt erhalten.“ Der Verwaltungschef erwähnt in diesem Zusammenhang auch den Stadtsanierungskalender, der für 2015 schon in Vorbereitung ist. Hier sind wunderschöne Ansichten von Grabow zu sehen, Ecken mit individueller Schönheit. Der Kalender, so Stefan Sternberg, ist sehr gefragt. Die Neuauflage 2015 wird es sicher auch sein.

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