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Ludwigsluster Tageblatt

25. September 2017 | 06:31 Uhr

Grabow : Als Junior zum Rettungsschwimmer

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Rund 30 Kinder haben beim aktuellen Schwimmkurs im Grabower Waldbad die Anforderungen für diese Ausbildung erfüllt

von
erstellt am 08.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Schönes Sommerwetter, die Lufttemperatur liegt um 10 Uhr bei 23,1 Grad, das Wasser hat angenehme 24 Grad. Nina springt mit dem Rettungspack ins Wasser, schwimmt mit schnellen Zügen auf ein Mädchen zu, das wie wild mit den Armen um sich schlägt. Jane simuliert einen Notfall im Wasser und Nina eilt zu ihrer Rettung – ein Szenario, das im Schwimmerbecken des Waldbades Grabow zu beobachten war. René Niemann, stellvertretender Kreisleiter des ASB-Kreisverbandes Schwerin-Parchim e.V. und Ausbilder für Schwimmen und Rettungsschwimmen, hat alles genau beobachtet. „Gut gemacht ihr beiden“, sagt der erfahrene Ausbilder, währenddessen vier weitere Mädchen in der Disziplin Kleiderschwimmen an den Start gehen. „Das Retten einer ertrinkenden Person, Herzdruckwiederbelebung am kindlichen Phantom, der Einsatz von Rettungsmitteln wie Rettungsboje und Wurfpack oder Streckentauchen gehört wie andere Aufgaben zu den Anforderungen für die Prüfung zum Juniorrettungsschwimmer. Diesen können Mädchen und Jungen ab neun Jahren ablegen. „In diesem Durchgang sind das allein 30 Kinder“, so René Niemann.

Können ihrer Kinder gibt Eltern mehr Sicherheit

Nebenan steht Stephan Brauer und schaut auf seinen Sohn Luca. „Er macht heute auch den Juniorrettungsschwimmer“, sagt der Vater, der sich heute frei genommen hat, um beim Schwimmlager vorbeizuschauen. „Das Schwimmlager ist ganz wichtig für die Motorik der Kinder beim Verhalten im Wasser“, so der selbstständige Unternehmer. „Und es gibt den Eltern zusätzliche Sicherheit und Entspannung im Urlaub, wenn sie wissen, dass sich ihre Kinder im Wasser gut bewegen können. Wichtig ist auch, dass die Kinder dann dranbleiben und weitermachen, die nächsten Stufen erwerben.“

Dem kann auch René Kruck zustimmen. Der Klassenlehrer der 3. Klasse der Grundschule Techentin war in den vergangenen zwei Wochen mit seinen Schützlingen beim Schwimmkurs im Grabower Waldbad. An dem Lehrgang nahmen auch Kinder der Grundschule Kummer und aus der Fritz-Reuter-Grundschule Ludwigslust teil – insgesamt 110 Mädchen und Jungen. „Die Kinder aus unserer Techentiner Grundschule sind sehr gut vorbereitet“, so René Kruck. „In der Klasse gab es von 27 Schülern nur eine einzige Nichtschwimmerin.“ Innerhalb einer Woche schafften die Kinder das Seepferdchen und dann die nächsthöhere Stufe Bronze. Einige andere, wie der neunjährige Paul, haben die Prüfung für das Schwimmabzeichen in Silber geschafft.

Nächste Kurse beginnen schon am Montag

Mit drei dritten Klassen ist die Reuter-Schule gekommen. Schulleiterin Cornelia Schubring, die selbst Rettungsschwimmerin ist, gibt am Beckenrand immer wieder Anweisungen und auch im Wasser Hilfestellungen. Und eine ASB-Ausbilderin erklärt einem Mädchen mit Schwimmbrett, wie die ersten Übungen im Wasser aussehen sollen.

„Das ist zwar ein bisschen eng mit drei Bahnen für 110 Kinder, dazu kommen ja auch die täglichen Badegäste und parallel dazu sind auch Leute von der Berufsfeuerwehr Schwerin im Waldbad, die ihre Rettungschwimmerausbildung absolvieren. Aber wenn man miteinander redet und sich verständigt, klappt das schon“, so René Kruck. „Die acht Schwimmkurse, die die Stadt Grabow selbst im Waldbad anbietet, sind alle ausgebucht“, so Schwimmmeister Andreas Hohl. Die Kurse der drei Schulen aus Ludwigslust sind nun zu Ende, auch die Förderschule Ludwigslust, die Edith-Stein-Schule und die Grundschule „Eldekinder“ Grabow haben ihren Schwimmlehrgang absolviert. Auch kommende Woche ist im Waldbad wieder Betrieb. „Zwei Grundschulen aus Parchim kommen dann zu uns, auch die Grundschule Eldena wird ihren Kurs durchführen“, ergänzt Andreas Hohl.

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