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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 03:17 Uhr

Neustadt-Glewe : Als einst die Reformation kam

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Landesbischof i. R. Hermann Beste hielt in Karl-Scharfenberg-Schule in Neustadt-Glewe Vortrag zum 500. Jubiläum

von
erstellt am 19.Okt.2017 | 07:00 Uhr

„Mecklenburg hat ja den Ruf, dass hier alles 50 Jahre später passiert...“ Mit einem Schmunzeln begann Landesbischof i. R. Hermann Beste aus Schwerin seinen Vortrag über die Reformation in Mecklenburg und die Auswirkungen bis heute.

Gespannt verfolgten die Zuhörer im Atrium der Neustädter Karl-Scharfenberg-Schule die Ausführungen des Landesbischofs. Der Vortrag fand im Rahmen der Veranstaltungswoche an der Schule zum 500. Jubiläum der Reformation statt.

Hermann Beste erinnerte daran, dass der mecklenburgische Landtag im Juni 1549 das evangelische Bekenntnis ablegte und damit die Reformation in Mecklenburg offiziell von den Ständen anerkannt wurde. „Zu diesem Zeitpunkt waren hier die ersten Prediger längst unterwegs“, sagte Hermann Beste und spannte so den Borgen zum eingangs erwähnten Zitat.

Der Landesbischof verwies unter anderem darauf, dass mit der Reformation einst auch die Erneuerung des Bildungswesens einher ging, die Menschen lesen und schreiben lernten, um die Bibel lesen zu können. Das habe auch zu einer neuen Sicht des Berufes geführt, „dass Arbeit etwas ist, was wir Menschen brauchen“, so der Landesbischof. Und dies wirke sich bis heute aus. Unter anderem daran knüpfte Schulleiterin Ute Ott nach dem Vortrag an, als sie auf den Auftrag der heutigen Schule verwies. „Wir entlassen unsere Schüler mit dem entsprechenden Wissen, damit sie ihren Platz im späteren Leben einnehmen können“, so Ute Ott.

Während der Luther-Woche an der Regionalen Schule in Neustadt-Glewe, die am morgigen Freitag endet, gab es weitere interessante Veranstaltungen. Die Schule hatte die Woche gemeinsam mit dem Verein für Postwertzeichensammler 1894 e. V. Hamburg (VPS 1894 e. V.) und seiner Gruppe Grabow / Mecklenburg veranstaltet. Und so konnten Besucher auch eine Briefmarkenausstellung zum Thema „Reformation“ besichtigen. Schüler stellten außerdem ihre Projekte vor, die sie anlässlich den Reformationsjubiläums erarbeitet haben. „Für uns war die heutigen Veranstaltung mit Herrn Beste sehr interessant und stellte eine große Bereicherung dar, wie alle Veranstaltungen im Rahmen der Luther-Woche“, so Schulleiterin Ute Ott.

Der 1. Vorsitzende des VPS, Daniel Piasecki, dankte seinerseits der Schule für die „sehr gute Zusammenarbeit. Wir werden, wie bereits in der Vergangenheit, gemeinsam weitere Projekte mit der Schule durchführen“, sagte Daniel Piasecki.

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