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Alt Jabel : Alles klar für die große Feier

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In Alt Jabel wird am kommenden Wochenende der 65. Geburtstag des Waldbades begangen

Die letzte Kurve der Riesen-Rutsche, dann platscht der Schwimmer auch schon in die Wanne am Ende der „Abfahrt“. Und weiß sofort, wie schnell er war: 14,35 Sekunden. Das bedeutet Rekord.

Die schon fast legendäre Rutsche „Grüne Mamba“ im Waldbad Alt Jabel hat jetzt eine elektronische Anzeigetafel. Auf ihr kann jeder „Rutscher“ im Ziel sofort sehen, wie schnell er unterwegs war – sowohl von der Zeit her als auch von der Geschwindigkeit.

Bademeister Fred Klinge gestern gegenüber SVZ: „Die 14,35 Sekunden sind zunächst einmal unsere Rekordmarke, die am Wochenende beim Kreisverbandswettbewerb der DRK-Wasserwacht hier im Bad erreicht wurde. Der Rekordinhaber war 17,9 Km/h schnell.“ Zeit und Geschwindigkeit werden auf einem etwa 70 Meter langen Abschnitt der Rutsche gemessen. „Ich bin ziemlich sicher, dass die Rekordmarke am kommenden Wochenende geknackt wird“ meint Bademeister Fred Klinge.

Dann nämlich wird im Waldbad der 65. Geburtstag der Anlage gefeiert. Die Feiern beginnen bereits am Freitag Abend mit Tanz für Alt und Jung.

Am Sonntag dann gibt es Wettkämpfe im und rund um das Wasser, einen Frühschoppen mit Blasmusik und ein zünftiges Kinderfest. „Die Geburtstagsfeier ist gleichzeitig ein nachträgliches Fest zum Kindertag. Für die schnellste Mutti oder Oma, den schnellsten Vati oder Opa auf der Rutsche gibt es übrigens einen Pokal“, verspricht Fred Klinge.

Vielanks Bürgermeisterin Christel Drewes wird die Feierlichkeiten offiziell eröffnen, dann sicher viele Ehrengäste begrüßen, darunter ehemalige Bademeister, und auch an die vergangenen Jahrzehnte erinnern: Zum Beispiel daran, dass das Bad seinen Ursprung im Jahre 1936 hatte, als dort der Kiesabbau für Bunker des Marinearsenals Jessenitz begann. „Das Loch lief später voll Wasser und nach Kriegsende wurde hier wild gebadet“, weiß Bürgermeisterin Christel Drewes und ergänzt: „Dass dann 1952 das Baden im neuen Volksbad überhaupt erst möglich wurde, ist dem ersten Bademeister Wilhelm Gottlieb zu verdanken.“

Doch auch viele andere Einwohner halfen damals. Christel Drewes: „Unter den Helfern waren auch viele Mitglieder des Fußballvereins, die Wald besaßen und Holz zur Verfügung stellten, beispielsweise für den damaligen Sprungturm. Auch mein Vater lieferte Holz“, so die Bürgermeisterin, die als Kind und Jugendliche selbst oft im Bad war.

Apropos Bauarbeiten: Pünktlich zur Geburtstagsfeier sind die Bauarbeiten im Waldbad abgeschlossen. Die Becken haben jetzt einen barrierefreien Zugang, Wege wurden saniert, ebenso die Treppe zum Multifunktionsgebäude. Christel Drewes: „Wir können stolz sein, dass es uns immer wieder gelingt, unser schönes Waldbad so zu erhalten, dass es wirklich eine Attraktion für die Region ist.“

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erstellt am 18.Jul.2017 | 09:00 Uhr

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