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Neustadt-Glewe : Algen-Park startet mit Verspätung

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Unternehmen aus Berlin beginnt Produktion in Neustadt-Glewe erst Ende November / Technik musste optimiert werden

von
erstellt am 01.Okt.2014 | 07:00 Uhr

„Algen-Park Neustadt/Glewe“ ist auf dem Schild zu lesen. Hinter dem Zaun stehen die Gewächshäuser einer ehemaligen Gärtnerei. Eigentlich sollten hier längst hochwertige Algen produziert werden. Doch bisher wachsen auf dem Gelände keine Algen, sondern höchstens Unkraut.

Rückblick: Im Mai dieses Jahres gab es im „Algen-Park“ an der Laascher Straße nahe des Flugplatzes Neustadt-Glewe den symbolischen Startschuss zum Aufbau einer Mikroalgen-Produktion (SVZ berichtete). Produktionsbeginn, so hieß es damals, war für Ende August 2014 geplant. Doch jetzt, Anfang Oktober, tut sich hier immer noch nichts. SVZ fragte deshalb bei der Algen-Parks AG Berlin nach, welche die Produktionsanlage errichten will. Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Brückner verspricht: „Die Anlage wird Ende November diesen Jahres in Betrieb genommen.“ Zu den Gründen, warum es mit dem früher vorgesehenen Start noch nicht geklappt hat, sagt Brückner: „Das für die Algenernte notwendige System haben wir in den Niederlanden bestellt. Die entsprechende Technologie musste dort jedoch so optimiert werden, dass sie unseren Bedürfnissen entspricht. Die Maschinen stammen dementsprechend nicht aus einer Serienproduktion, sondern werden als Einzelstücke speziell für unsere Bedingungen gefertigt. Alles zusammen dauerte länger, als wir zunächst geplant hatten.“

In den Produktionsstandort Neustadt-Glewe sollen zunächst etwa drei Millionen Euro investiert werden. Geplant sind in der ersten Phase vier bis fünf Arbeitsplätze. Später soll es bei einer Gesamtinvestition von rund acht Millionen Euro bis zu zehn Arbeitsplätze geben. Dann könnten in Neustadt-Glewe bis zu 50 Tonnen Bioalgenmasse produziert werden.

Die sogenannte „apothekenreine“ Alge wird unter anderem in der Kosmetik- und Pharma- sowie der Lebensmittelindustrie genutzt und gilt unter Experten als Hoffnungsträger unter den nachwachsenden Rohstoffen.

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