Ludwigslust : Aldi baut an gleicher Stelle neu

Der Aldi-Markt in der Neuen Torstraße 13 a in Ludwigslust wird einem Neubau weichen.
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Der Aldi-Markt in der Neuen Torstraße 13 a in Ludwigslust wird einem Neubau weichen.

Discounter errichtet in Neuer Torstraße 13 a in Ludwigslust modernen Einkaufsmarkt / Projektentwickler erläutert Bauausschuss Vorhaben

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03. März 2016, 17:00 Uhr

Die Tage des Aldi-Marktes in der Neuen Torstraße 13 a in Ludwigslust sind gezählt. Die Saller Bau GmbH mit Sitz in Weimar-Legefeld, die von dort aus auch Projekte in den neuen Bundesländern entwickelt, verwaltet und betreut, will an diesem Standort einen Neubau errichten, der den Ansprüchen der Kunden und modernsten Qualitätsstandards gerecht wird. Das Konzept im Detail erläuterte Stefan Meyer den Mitgliedern des Ausschusses für Bau, Umwelt und Energie auf ihrer jüngsten Sitzung . Er ist bei der Saller Bau GmbH in Weimar für Projektentwicklung und Vermietung verantwortlich. „Wir sind hier in Ludwigslust Eigentümer und Vermieter des Aldi-Marktes“, so Stefan Meyer. „Wir haben diesen Markt im Jahr 2012 gekauft und seitdem verschiedene Optionen für die Zukunft geprüft, so auch die Variante eines Anbaus.“

Die Unternehmensgruppe hat sich ein Bild vom Ist-Zustand gemacht, das Verkehrskonzept angeschaut, Überlegungen angestellt, was umsetzbar ist und was auch städtebaulich ins Konzept passt. „So wird also ein neuer Aldi-Discounter errichtet, und wir werden das Objekt auch nicht an einen anderen Investor verkaufen. Denn wir verstehen uns als Bestandshalter“, ergänzt Stefan Meyer.

Der Aldi-Markt in der Neuen Torstraße ist einer der ersten, die hier nach der Wende in Ludwigslust entstanden. Der Markt ist von der Bundesstraße aus nicht anfahrbar, der Zugang erfolgt über die Breite Straße. „Das ist aktuell ein Problem, auch der Parkplatz, der vom Unterbau her schlecht gearbeitet ist“, erklärt der Projektentwickler, der auch Verkehrsführung und Schallschutztechnik anspricht. Mit dem Nachbarn, dem Dänischen Bettenlager, wolle sich die Saller Bau GmbH darüber verständigen, einen gemeinsamen Parkplatz zu schaffen. Hier sind 100 Stellplätze geplant, die Parkplätze werden von 2,80 Meter auf 3,50 Meter verbreitert. Die Verhandlungen, den Parkplatz einheitlich zu gestalten, laufen bereits.


Fassadengestaltung in neuem Gewand


Der bestehende Aldi-Markt ist zwar in der Vergangenheit etwas erweitert worden, aber das ist nicht mehr ausreichend und vor allem nicht zeitgemäß. Der Kunde soll tagtäglich aus einer großen Angebotsvielfalt auswählen können, beste Qualität eines umfangreichen Sortiments erhalten. Das neue Einkaufsobjekt soll ins Stadtbild passen, Bäume sollen gepflanzt werden und von der Bundesstraße wird sich die Fassadengestaltung mit auch im Winter grünen Ranken neu präsentieren. Die Variante mit durchgängiger Begrünung des Marktes gefällt auch den Mitgliedern des Bauausschusses, so äußerten sich unter anderem Birgit Wulf und Wilfried Romberg zustimmend. Für Ausschussmitglied Jörg Hintze war es wichtig, dass der Durchlass in der denkmalgeschützten Stadtmauer wieder fachmännisch geschlossen und als Ganzes wiederhergestellt wird.

Frank Linke von der Aldi-Immobilienverwaltung sagte, dass Aldi vor drei Jahren bundesweit beschlossen hat, das Markt-Konzept zu ändern. Der neue Einkaufsmarkt wird in Flachdachbauweise ausgeführt. „Wir bauen die Märkte breiter, zurzeit sind es sechs Gänge, später dann fünf“, so Frank Linke. Es wird einen Fliesenfußboden geben, die Deckenhöhe verändert sich auf 3,50 Meter. Laden und Lagerfläche werden größer, die derzeitige Verkaufsfläche wird um rund 130 Quadratmeter auf 1060 m2 erweitert. Mit Aldi-Markt und Getränkemarkt werden es dann rund 1200 m2 sein.

Im neuen Aldi-Markt wird es bodentiefe Fenster geben. Der Eingangsbereich wird viel heller und freundlicher, der Markt wird mit Tageslicht durchflutet - so wie es auch beim neuen Aldi-Markt in der Schweriner Grabenstraße der Fall ist. Frank Linke sprach auch die Wärmerückgewinnung an. „Wir fangen die Wärme aus den Kühltruhen auf und beheizen damit den Markt. Wir erreichen dabei einen Wirkungsgrad von 86 Prozent. Zudem werden wir auf dem Dach des Marktes eine Photovoltaikanlage errichten.“

Einen Bauvorbescheid vom Landkreis Ludwigslust-Parchim gab es bereits im Oktober 2015. Mit der Umsetzung des Projektes könnte 2016 begonnen werden, spätestens soll der neue Markt aber 2017 stehen. „Wenn es nach uns geht, soll es so schnell wie möglich geschehen“, lässt sich dazu Frank Linke vernehmen.

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