Aggressionen sind lebensnotwendig

Gespannt hören die Besucher den Ausführungen von Thomas Rupf zu.
Foto:
Gespannt hören die Besucher den Ausführungen von Thomas Rupf zu.

Mehr als 80 Besucher erschienen zum Vortrag des Diplom-Pädagogen Thomas Rupf über „kleine Wutzwerge“ in Ludwigslust

von
11. März 2014, 18:00 Uhr

„Wir alle tragen Aggression in uns. Aggression ist immer gesund und lebensnotwendig.“ Mit diesen Worten leitete Diplom-Pädagoge Thomas Rupf am Montagabend seinen Vortrag im Saal des Zebef e. V. ein. Thema der Veranstaltung, die auf Initiative des Projekts „Oma Hurtig“ stattfand, war der Umgang mit „kleinen Wutzwergen“.

Mehr als 80 Gäste kamen an diesem Abend in das Ludwigsluster Mehrgenerationenhaus. Dessen Koordinatorin Andrea Bade gegenüber SVZ: „Wir mussten sehr vielen Interessenten leider absagen, weil die Plätze nicht reichten.“

Deshalb stellte die Initiatorin von „Oma Hurtig“, Senior-Trainerin Brigitte Novotny, gleich zu Beginn eine zweite Veranstaltung in Aussicht.

Unter den Besuchern waren viele Eltern, Großeltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Erziehungseinrichtungen. Thomas Rupf stellte ihnen in humorvoller Art verschiedene Arten von Aggressionen bei Kindern vor. Wenn ein Kind beispielsweise auf dem Weg zum Kindergarten plötzlich bockt und schreit, sei das normal. Grund könne Langeweile sein. Auch, wenn es ein Eis oder Schokolade wolle, aber nicht bekomme, können sich Aggressionen in Schreien ausdrücken. Das Kind lässt sozusagen Dampf ab, was als angemessene Aggression völlig normal sei. Allerdings dürfe die Aggression nicht als Mittel zugelassen werden, indem man dem Willen des Kindes nachgibt. Und ganz wichtig: Dem Kind seien die Grenzen der Aggression aufzuzeigen, die nicht überschritten werden dürfen. Beginne das Kind zu schlagen oder mit Gegenständen zu werfen, müsse eingeschritten werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen