Neustadt-Glewe : Ärger wegen geschlossener Tore

Bei Veranstaltungen  wie der BurgArt herrscht stets großer Andrang auf der Neustädter Burg. Fotos: archiv
Bei Veranstaltungen wie der BurgArt herrscht stets großer Andrang auf der Neustädter Burg. Fotos: archiv

Neustädter Burg war am Wochenende geschlossen / Bürgermeister: Mitarbeiterinnen aus persönlichen Gründen nicht verfügbar gewesen

svz.de von
04. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Schon wieder gibt es Verstimmungen um die Öffnungszeiten der Burg in Neustadt-Glewe. Bürgermeister Arne Kröger hatte auf der Sitzung der Stadtvertreter verkündet, dass die Burg ab sofort mittwochs, freitags und am Wochenende, also Sonnabend und Sonntag, geöffnet sein solle. Doch am vergangenen Wochenende standen potentielle Burgbesucher schon wieder vor verschlossenem Tor. Ein Zettel informierte darüber, dass die Burg in der kommenden Woche – also in dieser – wie angekündigt offen sei.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass die Verwaltung nicht das umsetzt, was sie zugesagt hat“, sagt Peter Warnecke, Vorsitzender der Fraktion Die Linke in der Neustädter Stadtvertretung. Seine und die CDU-Fraktion hatten auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung Anträge für eine sofortige Öffnung der Burg eingebracht. Die CDU hatte ihren Antrag nach der Zusage des Bürgermeisters zurückgezogen. Die Linke blieb bei ihrem Antrag, der von der Mehrheit der Stadtvertreter wegen Erledigung der Sache von der Tagesordnung abgesetzt wurde (SVZ berichtete).

„Durch solche Vorfälle leidet das Vertrauensverhältnis“, meint Frank Restel, ebenfalls Fraktionsmitglied der Linke in der Stadtvertretung, hinsichtlich des verschlossenen Burgtors am Wochenende. Auch die Künstlerin Christa Schenk, für die CDU als Sachkundige Einwohnerin im Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss, spricht von Enttäuschung. „Ich habe Angst, dass das wieder passiert“, sagt sie.

Bürgermeister Arne Kröger bedauert, dass die Burg am Sonnabend und Sonntag geschlossen war. Auf SVZ-Anfrage schreibt er unter anderem, dass die für die Burg einsetzbaren Mitarbeiterinnen aus bestimmten persönlichen Gründen am Wochenende nicht verfügbar waren. „...Mir ist sehr viel wichtiger, dass ich eine Zukunftsperspektive für die Burg aufgezeigt habe, nämlich die Bewirtschaftung der Burggastronomie. Diese dürfte auch für entsprechenden größeren Zustrom an Gästen in der Zukunft sorgen“, schreibt der Bürgermeister weiter und unterstreicht u. a. : „Die Misslichkeiten der Vergangenheit bedauere ich und auch die Kommunikationsfähigkeit ist sicher noch ausbaufähig und damit meine ich nicht nur die des Rathauses sondern auch die informellen Diskussionen.“

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