Brenz : Adebar kommt alle Jahre wieder…

Adebar in seinem Horst in Brenz.
Adebar in seinem Horst in Brenz.

…doch wohl nicht deshalb ist Brenz vom Durchschnittsalter der Einwohner her eines der jüngeren Dörfer in MV / Ausblick auf 2018

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06. Januar 2018, 12:00 Uhr

Stolz sind die Brenzer auf so manches, vor allem aber: „Nach Lebensalter gerechnet sind wir mit 42,8 Jahren Durchschnittsalter der 62-jüngste Ort von rund 790 selbstständigen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Bürgermeister Henry Topp. Vielleicht ist man ja auch deshalb so jung, weil alle Jahre wieder der Storch in Brenz landet. „Es gibt immerhin schon wieder drei Nachfragen zum Bau von Eigenheimen durch junge Familien“, schmunzelt Bürgermeister Topp und ergänzt: „Unsere älteste Einwohnerin ist übrigens 92.“

Doch was ist nun auch im neuen Jahr 2018 so „anders“ oder „besonders“ an Brenz? Bürgermeister Topp fallen da auf Anhieb so einige „Besonderheiten“ ein. „Seit 2009 ist der Hebesatz an der Grundsteuer konstant geblieben – und das trotz der mahnenden ,Erpressungsversuche’, wir mögen uns doch an den Kreis- und Landesdurchschnitt anpassen“, so Henry Topp.

Und auch sonst könnten sich die Grundstückseigentümer und Mieter auf die Gemeinde verlassen: Straßenausbaubeiträge wurden weitestgehend vermieden, wann immer es „gesetzlich“ möglich war, wie der Bürgermeister ausdrückt. Das bleibe auch 2018 so.

„Unsere Zukunft sind die Kinder.“ Das nimmt Brenz wörtlich und investiert über 1,33 Millionen Euro für den Ersatzneubau der alten Kita.
„Wir freuen uns nun auf die offizielle Eröffnung und einen Tag der offenen Tür“, lacht Henry Topp. Die Kita-Beiträge für Brenzer Kinder werden wieder über den gesetzlich vorgeschriebenen Satz mit 60 Prozent aus Gemeindemitteln gestützt.

„Und das Dorf soll noch schmucker werden“, kündigt Bürgermeister Topp an. So wird der Kinderspielplatz auf dem „Hilgenland“ im Frühjahr modernisiert und ergänzt. Dafür gab es einen Landeszuschuss. Die Kleinen der Kita haben hier in den vergangenen Jahren stets viele Tage verbracht, viel über die Natur gelernt.

Die „Alte Schule“ als Kultur-und Dorfzentrum wird nach dem Umzug der Kita renoviert. Hier gibt es aber auch etwas, das den Bürgermeister ärgert. „Ein Antrag auf ein Storchenprojekt an der Alten Schule wurde abgelehnt. Bis heute hat uns der Landkreis nicht die Gründe dafür mitgeteilt“, sagt Henry Topp.

Hintergrund: Neben der Alten Schule gibt es seit vielen Jahren einen Horst, der von Störchen genutzt wird. In Rahmen des Storchenprojekts, so die Vorstellungen, könnten u. a. Schautafeln über das Leben von Adebar informieren. Auch eine Webcam, die das Geschehen im Nest dokumentiert, war in dieser Hinsicht im Gespräch.

Im Gebäude der Feuerwehr soll der Fußboden in Ordnung gebracht werden. „Die Freiwillige Feuerwehr ist wie immer unser Schwerpunkt und wird mit allen möglichen Mitteln unterstützt. Wer sein Leben oder seine Gesundheit für andere Menschen einsetzt, ist nicht genug zu unterstützen“, so der Bürgermeister, der aber auch kritisch anmerkt: „Leider ist keine Jugendfeuerwehr in Sicht.“ Geplant ist auch ein neues barrierefreies Buswartehäuschen in Neu Brenz.

Traditionell erhalten auch 2018 alle ehrenamtlich arbeitenden Vereine und Vereinigungen, die es brauchen und beantragen, wiederum eine finanzielle Unterstützung, kündigt Henry Topp an. „Das ist nicht selbstverständlich, sondern seit zehn Jahren eine gute Tradition im Dorf.“

Die touristische Erschließung von Brenz durch Einbeziehung in die Radtourwege in der Lewitz liegt den Brenzern laut Bürgermeister besonders am Herzen. Nachdem der Radweg von Brenz nach Spornitz fertig ist und bestens genutzt werde, erwarte man nun die Fertigstellung bis Parchim und ein Zusammengehen aller Beteiligten, wie Henry Topp betont.



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