Ludwigslust : Abschied von jungen Gästen

Lieferten eine einstudierte Choreographie ab: Die Jugendlichen aus der Ludwigsluster Partnergemeinde Kamskoje Ustje führten den Gästen einen „Flashmob“-Tanz vor.  Fotos: Volker Raab (2)
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Lieferten eine einstudierte Choreographie ab: Die Jugendlichen aus der Ludwigsluster Partnergemeinde Kamskoje Ustje führten den Gästen einen „Flashmob“-Tanz vor. Fotos: Volker Raab (2)

Großes Fest für russische Gäste aus Partnergemeinde Kamskoje Ustje / Jugendliche organisierten buntes Programm

svz.de von
06. August 2016, 07:00 Uhr

Rund 3000 Kilometer liegen zwischen Kamskoje Ustje und Ludwigslust. Doch weder die Entfernung noch sprachliche Barrieren halten Jugendliche aus beiden Regionen ab, sich gegenseitig kennen lernen und Zeit miteinander verbringen zu wollen. Am Donnerstagabend endete nun der diesjährige Besuch der Gäste aus der tatarischen Partnerstadt mit einem Abschiedsfest im Saal des Zentrums für Erholung, Bildung und Freizeit für die Jugend in Ludwigslust.

„Unser Austausch findet seit 2003 statt. Im jährlichen Wechsel besuchen uns Jugendliche aus Kamskoje Ustje und wir unsere Gäste dort“, sagte Olaf Schmidt, Mitarbeiter der Stadt Ludwigslust für Jugend und Familie. Das wichtigste Ziel des Austauschs ist laut Schmidt das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur. „Unser Austausch findet immer in den ersten beiden Wochen der Sommerferien statt, damit wir unseren Teilnehmern ein möglichst vielfältiges Programm bieten können“, erklärte Hauptorganisator Schmidt. Gefördert wird der Austausch von der Stiftung „Deutsch-Russischer Jugendaustausch“ und dem Landkreis.

In den vergangenen zwei Wochen standen mit Rostock, Schwerin und Berlin drei Städtetouren auf der Agenda der Jugendlichen. Aber auch die Natur kam nicht zu kurz: „Wir waren auch gemeinsam paddeln und sind mit dem Rad nach Kummer gefahren“, erzählte Schmidt. Um einen reibungslosen Ablauf des Austauschprogramms und der Jugendlichen untereinander zu ermöglichen, sind nach den Angaben des Stadtmitarbeiters dauerhaft Dolmetscher im Einsatz. „Einige der tartarischen Gäste sprechen zwar Englisch, aber Russisch ist in der Region um Kasan die erste Fremdsprache“, erläuterte Experte Schmidt.

Um sich gebührend voneinander zu verabschieden, organisierten die 30 Jugendlichen – 15 aus Ludwigslust, 15 aus Kamskoje Ustje – ein buntes Programm für den Abend. Lieder, Gedichte und Tanzeinlagen; auf deutsch und tatarisch. Aber auch ein Sockentheater gaben die Austauschteilnehmer Bürgermeister Reinhard Mach und den weiteren Gästen zum Besten. Unterbrochen wurde das Programm zwischenzeitlich für eine „TV-Pause“: Das NDR hatte die Gruppe bei ihrer Radtour nach Kummer begleitet und strahlte den Bericht zeitgleich zum Abschiedsabend aus. Anschließend setzten die Jugendlichen ihr Programm fort und verabschiedeten sich anschließend.

Anfang der Sommerferien im nächsten Jahr steht dann der deutsche Gegenbesuch in Tatarstan an. „Ich freue mich schon auf das Wiedersehen und die vielen Eindrücke in Kamskoje Ustje“, sagte Olaf Schmidt. Nicht nur er: Sicherlich auch die vielen Jugendlichen.

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