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Dömitz/Ludwigslust : Abriss für einen neuen Markt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Aldi baut in Dömitz Filiale nach neuem Konzept. Ludwigsluster Projekt liegt nach abgelehnten Baugenehmigungen bei Gericht.

von
erstellt am 01.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Während in Dömitz bereits der Abriss des alten Aldi-Marktes erfolgt ist, tut sich in Ludwigslust – zumindest nach außen hin – noch immer nichts. Der Streit um versagte Baugenehmigungen für zwei Varianten des Neubaus ist noch nicht vorbei und liegt nach Angaben des Immobilienbesitzers inzwischen beim Verwaltungsgericht Schwerin. Das bedeutet aber nicht, dass der geplante Neubau vom Tisch ist. „Uns ist sehr daran gelegen, das Projekt zeitnah zu realisieren“, reagierte auf SVZ-Anfrage die Aldi GmbH & Co. KG auf in der Region kursierende Gerüchte.

Am 7. Januar war der alte Markt in Dömitz geschlossen worden, vor knapp zwei Wochen begann der Abriss. Mit dem Neubau will Aldi Nord – wie in den anderen 2500 Filialen in Deutschland auch – ein neues Konzept realisieren, „das den Einkauf für unsere Kundinnen und Kunden noch einfacher und bequemer“ macht. Dazu gehörten ein neues Licht- und Farbkonzept, breitere Gänge und eine übersichtlichere Warenpräsentation. Energieeffizient und ökologisch sollen die neuen Märkte sein. „So wird der Markt in Dömitz vollständig über die zur Verfügung stehende Abwärme der Kälteanlagen betrieben“, teilt die Aldi GmbH & Co. KG mit. „Die dafür benötigte Energie wird über Fotovoltaikanlagen auf dem Dach der Filiale erzeugt.“ Zudem seien unter anderem moderne LED-Beleuchtung in den Kühlmöbeln und der Einsatz von Wärmerückkopplungsanlagen geplant. Um all das realisieren zu können, hatte man sich für Abriss und Neubau statt Modernisierung des vorhandenen Gebäudes entschieden. „Wir als Stadt haben das Vorhaben befürwortet“, sagte Bürgermeister Helmut Bode. Der neue Markt soll, sofern die Witterung nicht für Verzögerungen sorgt, Ende August 2017 eröffnen.

Von einem neuen, modernen Aldi-Markt sind die Ludwigsluster dagegen noch ziemlich weit entfernt. Zwei Bauanträge – einen für einen Markt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche und einen mit 1060 Quadratmetern Verkaufsfläche hatte der Landkreis im vergangenen Jahr abgelehnt. Auch wenn die 1060 Quadratmeter der Fläche des bereits jetzt vorhandenen Verbrauchermarktes entsprechen würden, sei die Geschossfläche noch immer größer als im Bestand, hatte Andreas Wißuwa, Fachdienstleiter Bauordnung beim Landkreis, im Oktober erklärt. „Wir haben gegen beide Bescheide Klage beim Verwaltungsgericht Schwerin eingereicht“, erklärte Martin Foerder von der Unternehmensgruppe Saller, der die Immobilie gehört. „Wir gehen davon aus, dass wir mindestens eine davon durchbekommen.“ Nichtsdestotrotz wolle das Unternehmen das Gespräch mit Stadt, Landkreis und Politik suchen. „Wir sind nach wie vor an einer einvernehmlichen Lösung interessiert“, so Foerder. Die Unternehmensgruppe Saller hält den Gang vor Gericht für den schnelleren Weg zu einer Baugenehmigung. Ein Planungsverfahren für einen Bebauungsplan für ein Sondergebiet Einzelhandel würde ihrer Ansicht nach länger dauern.

„In der Zeit, in der Aldi bzw. der Bauträger diskutiert, hat Penny gebaut und Konsum entschieden, mit der Planung anzufangen“, kommentierte Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach die Situation. Er betonte außerdem, dass es entgegen einiger Gerüchte keinen Zusammenhang zwischen Aldi- und Konsumplanung gebe.

 

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