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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 06:11 Uhr

Ludwigslust : Abfalllager in Flammen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bei einem Schwelbrand in einem Entsorgungsbetrieb in Ludwigslust hat sich Müll entzündet und dichten Rauch verursacht. Schaden: 100000 Euro.

Großfeuer in Ludwigslust: Am Sonnabendvormittag kam es auf dem Gelände der Entsorgungsfirma Remondis zu einem Brand in einer Lagerhalle. 50 Einsatzkräfte von vier freiwilligen Feuerwehren aus der Region kämpften gegen Flammen und Glutnester.

Polizeibeamte des Kriminaldauerdienstes Ludwigslust hatten den Schwelbrand kurz vor 10 Uhr festgestellt – fast zeitgleich mit Firmenmitarbeitern. Daraufhin wurden der Bereich der Bauernallee voll gesperrt und Erstmaßnahmen eingeleitet, wie die Polizei informierte. Dicke Rauchschwaden stiegen über dem Betriebsgelände auf. „Als die gemeinsam mit den Techentinern alarmierte Ludwigsluster Feuerwehr eintraf, brannte der Müll bereits in voller Ausdehnung“, erklärte Einsatzleiter Bodo Thees, Ludwigslusts Stadtwehrführer. „Daraufhin wurden sofort die Feuerwehren Grabow und Neustadt-Glewe nachgefordert.“

Mit insgesamt sieben Einsatzfahrzeugen, darunter die Ludwigsluster Drehleiter, waren die Kameraden vor Ort. Die Drehleiter kam allerdings nicht zum Einsatz. „Zunächst haben wir angefangen, in der Halle zu löschen. Als die großen Flammen erloschen waren, haben wir den Müll mit Radladern aus der Halle gefahren und im Freien gelöscht“, so Bodo Thees. Dabei halfen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) mit ihrem Radlader. Die Löscharbeiten erfolgten zum Teil unter Atemschutz. Eine weitere Herausforderung war nach Aussage von Bodo Thees, dass das Löschwasser über weite Wege – aus dem Schlachthofweg und aus der Bauernallee – geholt werden musste. Am Nachmittag konnten die letzten Feuerwehrleute abrücken. Mitarbeiter von Remondis seien noch die ganze Nacht durch im Einsatz gewesen, um noch weiter Abfälle herauszufahren und auf Container zu verladen, erklärte Niederlassungsleiter Jan Becker gestern gegenüber SVZ. Am späten Abend rückte die Feuerwehr noch einmal kurz an, allerdings in deutlich geringerer Stärke.

Die Lagerhalle wurde durch das Feuer stark beschädigt. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf rund 100 000 Euro. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist nach Angaben von Jan Becker noch unklar. „Die Kriminalpolizei ermittelt“, sagte er. Eine Stunde vor der Entdeckung des Schwelbrandes sei während des Kontrollganges des Sicherheitsdienstes noch nichts zu sehen gewesen.

In der Halle wird nach Firmenangaben Abfall aus Gewerbebetrieben gelagert. Sie dient als Umschlagstation. Der Müll werde von Entsorgungsfahrzeugen dorthin gebracht und später auf Abholfahrzeuge verladen und zu Verwertungsanlagen gefahren, so Becker. Auf die Müllentsorgung in der Region werde der Brand und seine Folgen keinen Einfluss haben. „Intern werden wir einiges zu organisieren haben, aber nach draußen wird davon nichts zu spüren sein“, so der Niederlassungsleiter.

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