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Ludwigsluster Tageblatt

21. Oktober 2017 | 03:31 Uhr

Kummer : Ab Montag kommt der Asphalt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bauarbeiten in Krenzliner Straße auf der Zielgeraden.

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2017 | 07:00 Uhr

Noch kommen die Anwohner von Picher Weg und Dieckhoff trotz Baustelle mit dem Auto zu ihren Häusern. Am Montag ist das vorbei – für drei Tage. „Vom 4. bis zum 6. September asphaltieren wir die Krenzliner Straße“, erklärte Jörg Weichbrodt, Bauleiter von der MUT Kommunalbau GmbH. „In dieser Zeit kann da wirklich niemand rüber.“ Von der Sperrung betroffen sind die Krenzliner Straße, Picher Weg und Dieckhoff. Zu Fuß können die Anwohner nach Aussage des Bauleiters ihre Häuser jedoch erreichen.

Seit März baut die Firma MUT die Krenzliner Straße in Kummer im Auftrag der Stadt Ludwigslust aus. Unter anderem ist ein neuer Regenwasserkanal verlegt worden, Elektrokabel für die neue LED-Straßenbeleuchtung und Leerrohre für Glasfaserkabel kamen in die Erde. Inzwischen sind in der gesamten Straße auch die Borde und die Gosse gesetzt und die ersten Schichten für den neuen Straßenaufbau eingebaut. „26 Zentimeter Frostschutz- und 15 Zentimeter Schottertragschicht“, erklärte Planer Felix Chmielecki vom Ingenieurbüro Odermann, Richers & Partner. „Hinzu kommen dann noch zehn Zentimeter Asphalttragschicht und vier Zentimeter Asphaltbeton.“ In diesen Tag sind die Bauleute noch damit beschäftigt, im Kreuzungsbereich die Schottertragschicht mit dem vorgeschriebenen Gefälle zu profilieren. Dabei kommt eine Maschine zum Einsatz, die Grader genannt wird und – je nach Bedarf – den Schotter lockern, abtragen und neu verteilen kann. Über den Rest der Straße rollt derweil eine Walze, um die Schottertragschicht zu verdichten. Und seit gestern setzt die Elektrofirma Steinberg die Masten für die Straßenlampen. Nach der Asphaltierung werden der Fußweg und die Grundstückszufahrten gepflastert.

Anfang Oktober sollen die Arbeiten komplett vollendet sein. Pünktlich, obwohl die Umstände nicht immer einfach waren. „Der extreme Regen hat uns phasenweise zu schaffen gemacht“, so Jörg Weichbrodt. „Dass ich meine Leute für ein paar Tage nach Hause schicken muss, weil zu viel Wasser in der Baustelle steht, habe ich im Sommer auch noch nie erlebt.“ Vorher hatte die Firma die gesetzten Borde auf gut 300 Metern wieder herausnehmen und neu setzen müssen. Es hatte Unstimmigkeiten bezüglich der Höhen gegeben. Trotz der zusätzlichen Arbeit geriet der Fertigstellungstermin nicht in Gefahr. „Und den Anwohnern entstehen dadurch nicht etwa zusätzliche Kosten“, wie Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung Ludwigslust, betonte.

Rund 630 000 Euro investiert die Stadt in die Krenzliner Straße, die über das Bodenordnungsverfahren Kummer ausgebaut wird. 65 Prozent davon werden über Fördermittel finanziert. „Vom Rest werden 75 Prozent laut unserer Straßenausbaubeitragssatzung auf die Anlieger umgelegt“, so Jens Gröger.

 

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