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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 09:10 Uhr

Grabow : A14: Vorfreude auf Verkehrsfreigabe

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Abschnitte vom Kreuz Schwerin bis Anschlussstelle Grabow und von Groß Warnow nach Karstädt sind fertig/ IHK-Forum im Schützenhaus

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 22:00 Uhr

„Wachstumsachse A 14 - es geht voran!“ So überschrieb am Montagabend die IHK Schwerin ihr von Stefanie Scharrenbach, Geschäftsbereichsleiterin Standortpolitik/International, moderiertes Unternehmerforum im Saal des sanierten Schützenhauses in Grabow. Mecklenburg-Vorpommern und ganz konkret unsere Region haben ihre Hausaufgaben gemacht: Die mit Freude erwartete Verkehrsfreigabe der Streckenabschnitte vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Grabow und von Groß Warnow nach Karstädt stehen an, am 21. Dezember wird das Ereignis stattfinden. MV steht gut da, aber bei den Nachbarn des A14-Projektes, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, sieht es nicht so gut aus, was die Zeitschiene für die Planung und den Bau weiterer Abschnitte dieses bedeutenden Infrastrukturprojekts betrifft. In Sachsen-Anhalt sind die Planungen zum Lückenschluss der A 14 abgeschlossen und es laufen die Verfahren zur Baurechtschaffung. In einem ersten Abschnitt (VKE 1.2) im Bereich Colbitz rollt seit Oktober 2014 der Verkehr, ist der Internetseite des Ministeriums zu entnehmen. Für den nördlich an die VKE 1.2 angrenzenden Abschnitt bis Dolle wurde das Planfeststellungsverfahren im Dezember 2012 abgeschlossen. Gegen den Beschluss wurde geklagt und am 8. Januar 2014 hat das Bundesverwaltungsgericht seine Entscheidung verkündet. Im Ergebnis der Entscheidung des Gerichts wird derzeit ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren durchgeführt.

Der sich anschließende Abschnitt zwischen Dolle und Lüderitz, für den seit Juni 2012 der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, ist ebenfalls Gegenstand einer Klage des BUND. Eine naturschutzfachliche Prüfung kumulativer Beeinträchtigungen sei ebenso erforderlich.

Planungskapazitäten hinzubekommen

Für alle anderen Abschnitte laufen die Baurechtsverfahren. Siegfried Zander, der Geschäftsführer der IHK Magdeburg: „Wir haben Planungskapazitäten dazubekommen, wichtig ist, dass es weiter vorangeht.“ Das sieht auch Minister Christian Pegel so: „Der Lückenschluss muss kommen, sonst haben wir nichts gewonnen“, erklärte der Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung von MV: Den Übergabetermin der kompletten Fertigstellung der A14 bis 2020 wolle heute keiner mehr unterschreiben, so der Minister. „Wenn wir garantieren können, bis 2025 alles zu planen und zu bauen und wir in zehn Jahren dann bis Magdeburg durchfahren können, dann wäre das ein Erfolg.“ Der Minister ist fest davon überzeugt, dass der Bund bis zum Ende dieses Vorhaben finanziert. Und dann wird sich die A14 auch hier in der Region wirtschaftlich positiv auswirken. Dabei ist auch die frühzeitige Erschließung der für Norddeutschland und das europäische Transitnetz immens wichtige Projekt von großer Bedeutung. Die Verkehrsachse A 14 soll als Impulsgeber für unsere Region dienen, dazu haben die drei Städte Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Grabow ein Regionales Entwicklungskonzept REK A14 aufgestellt, das nun nach und nach mit Leben erfüllt werden muss. „Über die A24 und die A14 an wichtige Verkehrsachsen angeschlossen zu sein, ist aus Sicht unserer Stadt nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für den Tourismus von Bedeutung“, so Doreen Radelow, die Bürgermeisterin von Neustadt-Glewe. Sie sei zwar auch für Umwelt und Natur, aber naturschutzrechtliche Belange dürften nicht wirtschaftliche Aspekte des Baus der A14 blockieren. „Im REK A14 wollen wir als Kommunen gemeinsam unsere Stärken einbringen, dann können wir auch viel erreichen.“ Wichtig sei dabei, dass gemeinsam mit den Unternehmen zu machen, so Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg, der dabei auch die Entwicklung des gemeinsamen Gewerbegebietes mit Ludwigslust anführte. Die Umsetzung des REK A 14 sieht auch Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach als wichtigen Baustein. „Denn wir wollen den Menschen helfen, die hier leben und auch den Unternehmen. Wir müssen die Wirtschaft im Blick haben und stärker erkennbar sein als Region für junge Leute.“

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