Ludwigslust : A14: Impuls für drei Bundesländer

Blick auf einen Abschnitt der A14 im Bereich Ludwigslust-Grabow. Der Abschnitt von Grabow bis zum brandenburgischen Groß Warnow ist in Arbeit.
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Blick auf einen Abschnitt der A14 im Bereich Ludwigslust-Grabow. Der Abschnitt von Grabow bis zum brandenburgischen Groß Warnow ist in Arbeit.

MV hat seine Hausaufgaben gemacht und liegt gut im Plan mit dem Bau eines Infrastrukturprojekts von oberstem Rang

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03. November 2015, 07:00 Uhr

Was den Stand der Arbeiten zum Bau der A 14 betrifft, so konnte Landrat Rolf Christiansen gestern im Hotel de Weimar in Ludwigslust auf der Veranstaltung des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Sektion Ludwigslust-Parchim, Positives vermelden. „Bis zum 21. Dezember dieses Jahres wird das Teilstück in unserem Abschnitt fertig gestellt sein, dann fehlt nur noch das Stück bis zur Landesgrenze“. Gemeint ist damit der Abschnitt von Grabow bis zur Anschlussstelle im brandenburgischen Groß Warnow. So wie der Landrat unseres Kreises, so verknüpfen auch die Teilnehmer des gestrigen Forums ihre Erwartungen an die Bedeutung der A 14 für die Entwicklung der Regionen links und rechts der Elbe. In den kommenden Jahren wird das Autobahnprojekt A 14 zwischen Magdeburg und dem Autobahnkreuz Schwerin das wichtigste Fernstraßenprojekt der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sein. „Dabei handelt es sich um ein Infrastrukturprojekt, das nicht nur die Wirtschaft, sondern alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens voranbringen soll“, umreißt Thomas Schwerdtfeger, der Leiter der Sektion Ludwigslust-Parchim, die Tragweite des Baus der A 14. Jörg Przesang, Abteilungsleiter im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, hob hervor, dass bei Fertigstellung der A14 die Fahrtzeit von Magdeburg nach Schwerin um gut eine halbe Stunde verkürzt werde.

Der Weiterbau der Autobahn 14 Richtung Schwerin lässt auch ein Jahr nach der Eröffnung des ersten Teilstückes auf sich warten. Die Planungen in Sachsen-Anhalt für alle Teilabschnitte seien zwar abgeschlossen, jedoch müssten noch Einwendungen bearbeitet werden. Auch juristische Hürden könnten noch drohen. Nach jahrelangen Gerichtsprozessen wurde das erste Teilstück der A 14-Nordverlängerung zwischen Wolmirstedt und Colbitz im Oktober 2014 freigegeben. 2016 sollen die Pläne über die anderen Bauabschnitte beschlossen werden. „Wir wollen in Sachsen-Anhalt das Bauprojekt bis 2020 realisiert haben“, so Jörg Przesang.

„Beim Bau der A 14 verstehen wir uns sozusagen als Brückenbauer zwischen MV und Brandenburg. Unser Abschnitt ist 31 Kilometer lang“, so Andreas Ditten, Sachbereichsleiter Planung/Unternehmensbetreuung des Landkreises Prignitz. „Positiv ist zu vermelden, dass der elf Kilometer lange Abschnitt Groß Warnow-Karstädt bis zur Landesgrenze gemeinsam mit dem Teilstück von MV zum 21. Dezember übergeben werden soll.“ Der Abschnitt Karstädt-Wittenberge mache aber große Sorgen. Ein im Jahr 2009 begonnenes Planfeststellungsverfahren musste aus artenschutzrechtlichen Gründen abgebrochen werden. Eine außerhalb des Planfeststellungsverfahrens tätige Arbeitsgruppe, vom Infrastrukturministerium ins Leben gerufen, prüft neue erforderliche Varianten der Trasse. Für 2016 rechnet Andreas Ditten mit der Festlegung einer möglichen Variante.

Im Landkreis Stendal werde der größte Teil der A14 liegen und für diese Region ist die künftige Nord-Süd-Anbindung von wichtiger Bedeutung, brachte es Sebastian Stoll, 2. Beigeordneter des Landrates des Landkreises Stendal, zum Ausdruck. „Wir sind der autobahnfreieste Kreis, man benötigt rund 51 Minuten bis zur Autobahn von Stendal aus in jede Richtung. Die A 14 ist also für unseren Kreis, wie auch für den Altmarkkreis Salzwedel von enormer Bedeutung.“ So habe auch die IHK in der Region Altmark mit der Unternehmerschaft für den Bau der A 14 demonstriert. Ebenso gab es Aktionen der IHK Magdeburg, die gemeinsam mit der IHK Schwerin an diesem Tag ein Statement für den Bau der A14 abgab. Ein entsprechendes Video von diesem Ereignis ist auf der IHK-Seite im Internet zu sehen. „Wir brauchen den Schulterschluss, den Lückenschluss mit den anderen Ländern, auch wenn es zahlreiche Klagen gegen den Bau gibt“, ergänzt Sebastian Stoll. Heinz Gluth, Unternehmer aus Wismar und Mitglied im Wirtschaftsrat, sagte in der Diskussion, er könne nicht verstehen, dass die Planungen so lange dauern, und stimmt damit der Aussage von Thomas Schwerdtfeger zu, dass ein Großteil der Probleme aus dem Umweltschutz heraus kommen.

Andreas Freude, Bauamtsleiter des Altmarkkreises Salzwedel, schlug vor, die Aktivitäten zu koordinieren. „Die Akteure Pro A 14 gilt es zu bündeln und ihnen dann auf einer gemeinsamen Plattform die Möglichkeit zu geben, sich darzustellen.“
 

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