Forstamt Ludwigslust : A14-Bau für Forst ein Millionenprojekt

Der Harvester  im Auftrag des Forstamtes Ludwigslust beim Holzeinschlag von der B 5 vor Ludwigslust in Richtung  B 191 Neustadt-Glewe.<foto>Harald Schulz</foto> ;<fettakgl>Ein Bild aus vergangenen Tagen:</fettakgl>
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Der Harvester im Auftrag des Forstamtes Ludwigslust beim Holzeinschlag von der B 5 vor Ludwigslust in Richtung B 191 Neustadt-Glewe.Harald Schulz ;Ein Bild aus vergangenen Tagen:

Eine aktuell große Herausforderung für die Mitarbeiter des Forstamtes Ludwigslust mit Sitz in Kremmin sind die mit dem Bau der A 14 verbundenen Aufgaben. Es werden Einnahmen bis zu 10 Millionen Euro erwartet.

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01. Januar 2013, 05:26 Uhr

Kremmin | Eine aktuell große Herausforderung für die Mitarbeiter des Forstamtes Ludwigslust mit Sitz in Kremmin sind die mit dem Bau der A 14 verbundenen Aufgaben. Zu den Bauabschnitten in Mecklenburg-Vorpommern, in die das Forstamt als Institution der Landesforstverwaltung MV mit eingebunden ist, gehören als VKE 6 ein rund neun Kilometer langer Abschnitt von der Anschlussstelle Karstädt bis zur Anschlussstelle Ludwigslust und als VKE 7 ein rund 16 Kilometer langer Abschnitt von der Anschlussstelle Ludwigslust-Süd bis zum Autobahndreieck Schwerin. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Waldumwandlung auf einer Fläche von 202 Hektar (ha), in der Ersatzaufforstung, hier sind 540 ha zu bewältigen, und im Waldumbau auf einer Fläche von 231 ha.

Auf rund 86 ha erfolgt die Wiedervernässung im Bereich Waldwiesen und Erlenwald, auf 106 ha wird die Biotoppflege im Wald umgesetzt und 49 ha Fläche werden in die Wiederherstellung des Waldmantels mit einbezogen, wie es Forstamtsleiter Dr. Holger Voß in der Power-Point-Präsentation beim Besuch des Landwirtschaftsministers Dr. Till Backhaus hervorhob.

Alle bisher erfolgten forstwirtschaftlichen Arbeiten sind Bestandteil des Sonderprojektes "Neubau der A 14 (Wismar-Magdeburg)". Die Umsetzung erfolgt nach dem ausgewiesenen Konzept in zwei Abschnitten, wobei sich für das Landesforstamt MV im VKE 7 folgende Berührungspunkte ergeben: Auf einer Fläche von 147,46 Hektar erfolgt eine Waldumwandlung, davon sind 52,54 ha im Bereich Jasnitz und 94,95 ha in der Region Ludwigslust betroffen.

Auf einer Fläche von rund 410 Hektar ist eine Ersatzaufforstung vorgesehen, auf Jasnitz entfallen dabei 92,27 ha, für Ludwigslust sind es 220,24 Hektar. Für gleiche Maßnahmen werden in Friedrichsmoor 85,97 Hektar und in Wredenhagen 12,44 ha mit einbezogen. Für den Waldumbau kommen insgesamt 114,81 ha in Frage, 97,71 ha entfallen dabei auf Flächen in Forstamt Ludwigslust und 17,10 ha auf Gebiete im Forstamt Friedrichsmoor. Was die Waldbilanz im Abschnitt VKE 7 betrifft, so werden in diesem Bereich auch 86,70 ha Fläche eine Wiedervernässung erfahren, auf 100 Hektar übernehmen die Forstleute des Forstamtes Ludwigslust die Biotoppflege im Wald. Auch die Waldrandgestaltung spielt in diesem Konzept eine Rolle, auf 22,82 ha werden entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Und ganz entscheidend ist dabei auch der Punkt Artenschutz: Auf 284 Hektar werden die Mitarbeiter des Forstamtes auf die Einhaltung der Qualitätskriterien achten. Zu den Aufgaben der Forstamtsmitarbeiter aus Ludwigslust gehören beim Thema Artenschutz auch das Aufstellen von insgesamt 90 Nisthilfen für Fledermäuse und 40 Nisthilfen für Vögel. Alles in allem stellen die mit dem A14-Bau-Projekt verbundenen Arbeiten auch eine große waldbauliche Herausforderung für die Forstleute dar.

Die nördliche Anbindung des VKE 7 an die A 24, Autobahnkreuz Schwerin, ist gesichert. Anders sieht es bei der südlichen Anbindung des VKE 6 an die Landesgrenze Brandenburg (VKE 5 - Planfeststellungsverfahren Land Brandenburg) aus. Das Problem: Der BUND Brandenburg reichte im Juni 2012 Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Autobahn A14 im Abschnitt Karstädt/Groß Warnow (VKE 1155) beim Bundesverwaltungsgericht ein. Die A14-Klage wird frühestens 2013 entschieden.

Für die Landesforst, zu dem das Forstamt Ludwigslust als Einrichtung gehört, ergeben sich als Auftragnehmer im Zuge der A14 vielfältig zu lösende Aufgaben, die Artenschutzmaßnahmen, z. B. Fledermausschutzwälle und Laichgewässer, Ersatzaufforstungs- und Umbaumaßnahmen sowie Holzeinschlag und Trassenrodung umfassen. Es werden Einnahmen bis zu 10 Millionen Euro erwartet. Der Stand der Einnahmen per 30. November betrug rund 1,06 Millionen Euro.

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