Beckentin : A14-Bau aus der Luft gefilmt

An der A14-Brückenbaustelle am Meynbach - aufgenommen mit dem Hexakopter.
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An der A14-Brückenbaustelle am Meynbach - aufgenommen mit dem Hexakopter.

Grabower Ralf Drefin dokumentiert im Auftrag der Strabag Großprojekte GmbH von Beginn an dieses Jahrhundertbauwerk

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06. Juni 2016, 17:00 Uhr

Die Signallampen leuchten, die WLAN-Verbindung ist hergestellt. Der Gimbal, also die Halterung, wird eingestellt, bringt die Kamera in Position. Dann startet Ralf Drefin den Tornado H920 Hexakopter, das „fliegende Auge“ steigt in die Lüfte und schwebt zur A14-Baustelle am Meynbach nahe Beckentin. Im Display der Steuereinheit wird die Höhe und die Entfernung angezeigt, auf dem Bildschirm sind die Videosequenzen zu sehen. „Hundert Meter hoch darf ich mit dem Hexakopter fliegen“, so Ralf Drefin.

Der Fotograf und Videofilmer dokumentiert hier im Auftrag der Strabag Großprojekte GmbH, Verkehrswegebau Unternehmensbereich Deutschland, das aktuelle Baugeschehen. „Den Bau der A14 habe ich schon seit gut vier Jahren begleitet, alles begann mit den ersten Baumfällarbeiten für den Autobahnbau“, erinnert sich Ralf Drefin. Aus den Luftaufnahmen für die Strabag wird am Ende ein Film zusammengeschnitten. Aufmerksam geworden sind die Verantwortlichen des Bauunternehmens durch Veröffentlichungen von Luftbildern von der A14 in der SVZ - und so kam Ralf Drefin zu diesem Auftrag. Den er zunächst mit seinem Quadrocopter übernahm, ehe vor gut drei Wochen mit dem Hexakopter, auch Multikopter genannt, ein weiteres Modell hinzukam. „Einmal im Monat fliege ich die komplette Strecke der A14 ab, dafür brauche ich dann schon mehrere Tage“, so Ralf Drefin, der sich vor dem heutigen Einsatz mit Oberbauleiter Karsten Zaschke im Büro im ehemaligen Forstamtskomplex in Kremmin traf. Hier hat sich die Strabag als Mieter des Forstamtes, das nun in Grabow im Schützenhaus sitzt, eingemietet.

 „Wir sind vom Forstamt Karstädt nun nach Kremmin gezogen“, schmunzelt Karsten Zaschke. „Seit März sind wir hier mit dem A14-Abschnitt Groß Warnow–Grabow beschäftigt. Der Oberbodenabtrag ist abgeschlossen, wir sind jetzt voll im Erdbau. Das umfasst den südlichen Abschnitt zwischen Groß Warnow und Eldequerung und den nördlichen Abschnitt zwischen Eldequerung und Anschlussstelle Grabow“, informiert Diplom-Ingenieur Karsten Zaschke. Die Böden werden eingebaut und verdichtet. „Am Tag bewegen wir da schon mehrere tausend Kubikmeter Erde.“

Angefangen, so Karsten Zaschke, haben seine Leute mit den Brückenbauwerken im Brandenburgischen, an der Grenze bis zu Mecklenburg-Vorpommern. „Im Bereich des Meynbachs werden zurzeit die Fundamente für die Brücke gelegt“, erklärte Karsten Zaschke. Auch eine Wildbrücke wird nahe Beckentin entstehen, ebenso wird mit dem Bau des Regenrückhaltebeckens am Meynbach begonnen. Und für die Park- und WC-Anlage (PWC) Beckentin sind die Anschlüsse gelegt. Laut Karsten Zaschke liegen die Arbeiten im Zeitplan. „Im Frühsommer 2017 werden die Fahrbahnen betoniert, Ende des kommenden Jahres soll dann die Übergabe des Abschnitts samt der neuen PWC-Anlage erfolgen.“

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