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Ludwigsluster Tageblatt

22. August 2017 | 11:11 Uhr

Milow/Schwerin : A 14-Radweg vor dem Aus

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Petitionsausschuss will Eingabe mit 2500 Unterschriften für Radwegbau auf A-14-Brücke in Richtung Lenzen nicht unterstützen

Der Petitionsausschuss des Schweriner Landtages hat sich mit einer Eingabe aus der Region befasst und sich gegen das Votum von 2500 Unterstützern entschieden. Es geht um einen Radweg. Dieser sollte bereits auf einer Brücke über die A 14 vorgesehen werden, die im Zuge der Landesstraße L 08 zwischen Grabow und Lenzen seinerzeit geplant war (SVZ berichtete).

Der Milower Tom Winter hatte argumentiert, dass dieser Radwegbau auf der Brücke eine Zukunftsinvestition sei für den zu erwartenden Fall, dass ein Radweg zwischen Grabow und Lenzen in der Zukunft nötig würde. 2500 Unterstützer sahen das genauso.

Nicht so der damalige und auch jetzige Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) aus Greifswald. Der hatte dem Ansinnen bereits bei der Übergabe der dicken Unterschriftenmappe im Grabower Rathaus im Juni 2015 keine Chance eingeräumt. Keine Notwendigkeit, Sparzwänge – das waren im Wesentlichen seine Aussagen.

Planungsfehler, falsche Verkehrsprognosen – die Kritik des Milowers sei zu keiner Zeit widerlegt worden, beklagt Tom Winter, der sich schließlich als letztes Mittel der demokratischen Willensäußerung an den Petitionsausschuss des Schweriner Landtages wandte. Dort lag das Ansinnen über ein Jahr, ohne dass sich etwas rührte.

Geregt haben sich indessen die Bauleute. Die Brücke über die künftige A 14 im Zuge der Landesstraße zwischen Grabow und Lenzen ist fertig – ohne Radweg.

Jetzt, wo die Tatsachen geschaffen sind, hat sich also der Petitionsausschuss des Themas angenommen. Mit enttäuschendem Ergebnis für alle Radwegunterstützer.

„Im Hinblick auf einen wirtschaftlichen und sparsamen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln ist es gegenwärtig nicht erforderlich, die Autobahnüberführung mit einem Radweg zu versehen, zumal ein Radweg an dieser Stelle auch nicht für eine Lückenschließung im Radwegnetz benötigt wird“, schreibt der Vorsitzende des Petitionsausschusses, Manfred Dachner (SPD) aus Neubrandenburg. Der nachträgliche Bau einer Radwegbrücke über die A 14 parallel zum Bau der Straßenbrücke sei nach Aussage des Infrastrukturministeriums grundsätzlich möglich, wenn eine Veränderung der Verkehrssituation eintreten sollte.

Der Petitionsausschuss wird nach eigener Aussage seine Empfehlung nun dem Landtag vorlegen. Es ist nicht zu erwarten, dass dieser einen anders lautenden Beschluss fassen wird.

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