Bereich Ludwigslust-Grabow : A-14-Bau Herausforderung für Forst

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Der Harvester beim Holzeinschlag von der B 5 vor Ludwigslust in Richtung B 191 Neustadt-Glewe.Harald Schulz

"Was die Arbeiten für die Baufeldfreimachung im Zuge der Maßnahmen für den Bau der Anschlussstelle der A 14 Ludwigslust/Grabow betrifft, so ist es derzeit ruhig", erläuterte Dr. Holger Voß die aktuelle Situation.

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27. Juli 2012, 06:27 Uhr

Ludwigslust/kremmin | "Was die Arbeiten für die Baufeldfreimachung im Zuge der Maßnahmen für den Bau der Anschlussstelle der A 14 Ludwigslust/Grabow betrifft, so ist es derzeit ruhig", erläuterte gestern Dr. Holger Voß die aktuelle Situation im Gespräch mit unserer Zeitung. "Das liegt daran, dass im Bereich der Heide Naturschutzmaßnahmen für die dort vertretene Fauna und Flora umzusetzen sind. Wenn die restlichen Trassen ausgemessen sind, wird es voraussichtlich im Oktober dieses Jahres mit den vorbereitenden Arbeiten weitergehen", so der Forstamtsleiter des Forstamtes Ludwigslust. Im August, ergänzte Dr. Voß, werde es jedoch im Bereich Jasnitz, dort wo die A 14 auf die A 24 trifft, mit den Holzeinschlagsarbeiten für die Baufeldfreimachung weitergehen.

Vier Baufelder im Bereich der Ortschaften Wöbbelin und Neustadt-Glewe an der B 191, an der B 5 und an der K 38 sind in den vergangenen Wochen für dieses gewaltige Straßenbauprojekt vorbereitet worden und damit ist aus Sicht des Forstamtes der erste Part erledigt. "Mit den Hauptabschnitten sind wir durch, dann wird im Herbst der offizielle Spatenstich erfolgen", so Dr. Voß.

All die bisher erfolgten forstwirtschaftlichen Arbeiten sind Bestandteil des Sonderprojektes "Neubau der A 14 (Wismar-Magdeburg)". Die Umsetzung erfolgt nach dem ausgewiesenen Konzept in zwei Abschnitten, wobei sich für das Landesforstamt MV im VKE 7 folgende Berührungspunkte ergeben: Auf einer Fläche von 147,46 Hektar erfolgt eine Waldumwandlung, davon sind 52,51 ha im Bereich Jasnitz und 94,95 ha in der Region Ludwigslust betroffen.

Auf einer Fläche von 402 Hektar ist eine Ersatzaufforstung vorgesehen, auf Jasnitz entfallen dabei 95,80 ha, für Ludwigslust sind es 153,33 Hektar. Für gleiche Maßnahmen werden in Friedrichsmoor 72,11 Hektar und in Wredenhagen 80,77 ha mit einbezogen. Für den Waldumbau kommen insgesamt 114,22 ha in Frage, 97,12 ha entfallen dabei auf Ludwigslust und 17,10 ha auf Friedrichsmoor. In diesem Bereich werden auch 86,70 ha Fläche eine Wiedervernässung erfahren, auf 100 Hektar übernehmen die Forstleute des Forstamtes Ludwigslust die Biotoppflege im Wald. Auch die Waldrandgestaltung spielt in diesem Konzept eine Rolle, auf 22,82 ha werden entsprechende Maßnahmen umgesetzt.

Und ganz entscheidend ist dabei auch der Punkt Artenschutz: Auf 284 Hektar werden die Mitarbeiter des Forstamtes auf die Einhaltung der Qualitätskriterien achten. Alles in allem stellen die mit dem A14-Bau-Projekt verbundenen Arbeiten auch eine große waldbauliche Herausforderung für die Forstleute dar.

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