Suchtkrankenhilfe in Grabow : Es braucht Mut aufzuhören

svz_plus
Alkoholiker versuchen, ihre Krankheit zu verstecken. Im Gespräch ist darum Sensibilität gefragt.
Alkoholiker versuchen, ihre Krankheit zu verstecken. Im Gespräch ist darum Sensibilität gefragt.

Trockene Alkoholiker berichten im Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe, wie sie es geschafft haben, nicht mehr zu trinken.

Exklusiv für
SVZ+ Nutzer

von
13. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Werners* Ehefrau hat immer ein Blick gereicht. Dann wusste sie es: Er hat getrunken. „Sie sagte immer, dass sie es an meinen Augen sieht“, erzählt Werner. Seit 20 Jahren ist er trockener Alkoholiker. Geho...

eW*snerr hEeruaf ath riemm ein cBlki erh.cgtei Dann utewss ies e:s rE tha enrtng.euk ieS„ asteg ,immer sdas ies se an nmiene nAeug is,eth“ rhtelzä enrre.W iSet 02 anrehJ ist er tcerenrok rkoiAheo.lkl Goleehnf nbaeh mhi ibeda auch colhes efunlesntllAa iew edr Fkeisesnrurde für hanrhkSluincfeetk ni aGr.obw rrenWe ritknt i,lve orv lmale im lKeerl neeiss Hseua.s hAuc ni rde Wec.ho sasD er sda Auot rüf dei retiAb ub,hract narda nktde re in olsnech eeomtnMn n.tich itlhLenezdtc amhct dei emialFi cDukr – sSphnca dore .eiamFli

uAhc *rkaiE tnken das. eSi eabr nrtikt orv lelma urn bdsn.ensnoa Ih„c urbehcat den l,lhkoAo um am cnWnoheeed ni eid Gägne zu kmonme dun um end uhaatsHl uz fce“sfna,h zlteähr eis tztej im riser.Fesdeunk lAl asd its nshco zwföl hrJae hre. mZu c.ülGk Ierh irtaHäsuzn agest rhi lamads, ssda sSuclhs sien u.mss Mit mde Tneki.rn eW„nn mir ied niee toSre ihcnt mehr eegcmkshct a,th annd ahbe cih tncih htfgöruae zu ,einrktn eonrnsd edi kMear eewtg,sehlc“ tlrhzeä aiEk.r Gnefhelo aht hri nieek .liknKi „Ihc ssemtu tim mde Alglta mrnoekmlak. aDs awr aj mnie b.lerm“oP

In erd eWohc efkiroteuinnt aErik. bSdalo asd neWednchoe rbae voasbner,td aektuf ise .llohkAo noavD eusmts mimer üggndene im asuH snei. rIh Mann hta sad lesal t,bekrme hcod ines yboHb ahmn ihn am cdhWeonene eilv in .rcuAhspn h„cI wra oft ntihc ad. Ich nk,ede dssa hci acuh uclhsd ,bni sasd sie negtrnkue ath.“ rEkai cdpiertwshri osortf dun nh.vtmeee E„s tah nru enier Shud:lc nUd arzw jdeeg,inre dre “.kntirt

tHeue – giz erJha speätr – wnsies nreeWr udn Eikar ,edbie sdas ies hisc laadsm üfr dne oklAolh neetcdesnhi be.hna sE heaurbc uMt, cihs edm tgeenl.uznnetesgel „slA ihc rvo lfwöz erahnJ umz tnsere Mla edn esisFkuerernd e,hetucsb aehb hci aenlg hiscnt gagte“,s ervrät akEir. Mtlwrieeilte tsi das s.nrade Dho:ennc tihNc llae wsne,is ssda akrEi necktroe oAkhreinkilol ist. oS llso es ucha bieben.l

eenrrW dun iaErk hgte se eehtu essrbe nedn je. Achu oehn o.Aklolh trleeweMltii teeitl Wrrnee tsblse er,pnpuG hristpc mti nnreade, tachm utM. nsreerW ieKrnd sidn l,ccikgülh sads re gnuesozas eid uevrK nebmoemk hat udn nihtc rehm nti.ktr eDr Weg niadh eabr wra erhws.c

teSi dne era9ne1h-90rJ ebhetst der skerFideerusn fiktrhncuhnakSele – hauc in .arGobw iDe nteeetBlgii ndsi hrof, enine trO efngndue zu e.bhna roV laeml sndi sei edr ttdaS arb,andk dass esi irhe etssaigdn ba 91 rUh im herRtauseu icsh eirmfeti ferefnt nök.nen cDnoneh ommekn mmrei engerwi. aiErk dun rWnree bnhae ibeed g,snAt dass edi eruGpp inergwadnn öugsaelft dwr.i eiDba esi sdriee minreT so htcwiig. iNthc unr rfü die bend,ie ednsrno rfü eijnngde,ei ied cshi ilnhedc hcsd,eteneni nzaöf.rhueu E„lga, helwec aghekncnkururtS esi ebhan,“ sgat .iEakr

amMcalhn ahrcbue es efihcan run ienen lkenine bhuesSrc in die ergiihtc cngih.tRu So iew bei Eairk rvo zwflö eh.anJr iSe ndats slmdaa csonh rvo der r,üT aeuttr cshi raeb tihnc eng.nheueizhni iEn renerda prsach sie na dun mhan sie im.t sDa siE war cnoergbhe. rFü iaErk ngbane eni eusen .bLnee nieEs onhe l.hlkAoo Eni lek,gcchiüsl wie sie tsga. roV lamel aebr nie dglsbeein.e eiMn„ durreB sti ma okhlAol iresteb re.onbgste Dsa wlli hci ctih“n.

anmN*e rde aRdotknie bantnke

zur Startseite