Kolbow : Nach Brand im Schweinestall: Defekt in Elektrokasten Ursache

Feuerwehrleute löschen den Brand in einer Schweinemastanlage. 2500 der 6000 Tiere in den Ställen sind verendet.

Feuerwehrleute löschen den Brand in einer Schweinemastanlage. 2500 der 6000 Tiere in den Ställen sind verendet.

Bisher gibt es laut Kriminalpolizei kein Anzeichen für eine Brandstiftung.

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30. Juli 2019, 10:44 Uhr

Der Brand in der Schweinemastanlage bei Kolbow mit 2500 verendeten Schweinen geht mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen technischen Defekt zurück. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, brach das Feuer in einem Elektrokasten innerhalb eines Stalles aus. Zu diesem Schluss sei der Brandgutachter gekommen, der den Brandort am Montag untersuchte. Doch seien die Ermittlungen der Kriminalpolizei noch nicht abgeschlossen, betonte der Polizeisprecher.

Der Brand war am 22. Juli in einer Stallanlage mit 6000 Mastschweinen ausgebrochen. Rund 3500 Tiere konnten durch Einsatzkräfte und Helfer ins Freie gebracht werden und überlebten. Etwa 100 Feuerwehrleute waren an den Löscharbeiten beteiligt. Zwei Ställe brannten völlig aus, ein dritter wurde beschädigt. Der Schaden wurde auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Die Tierschutzorganisation Peta hatte nach dem Brand Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Peta vermutet unzureichenden Brandschutz in den Ställen und wirft den Verantwortlichen vor, sie hätten möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine qualvoll ersticken oder verbrennen. Der Tierschutzbund hatte als Reaktion auf den folgenreichen Brand in Kolbow bereits seine Forderungen nach kleineren Beständen und anderen Haltungssystemen erneuert.

Weiterlesen: 2500 Schweine sterben bei Brand in Kolbow

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