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Die Prinzen in Ludwigslust : „3D sehen ganz ohne Brille“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

„Die Prinzen“ rocken die ausverkaufte Stadtkirche in Ludwigslust und zeigen sich begeistert von Architektur und Publikum

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 21:00 Uhr

„Da muss man erst 25 Jahre im Popgeschäft tätig sein, um dann endlich auch mal in Ludwigslust spielen zu dürfen.“ So begrüßten „Die Prinzen“ am Sonntagabend das Publikum in der ausverkauften Stadtkirche und hatten damit alle Sympathien auf ihrer Seite. Die siebenköpfige Band aus Leipzig ist derzeit auf ihrer mittlerweile sechsten Kirchentour unterwegs und macht in Ludwigslust gleich zweimal halt. Heute Abend findet das zweite Konzert statt, das ebenfalls seit Monaten ausverkauft ist.

„Ich mag den Norden sehr. Plattes Land ist mir lieber als hohe Berge, da fühle ich mich immer so eingeengt“, erzählt Sänger Sebastian Krumbiegel im SVZ-Gespräch kurz vor dem ersten Auftritt in Ludwigslust. Viel gesehen haben er und seine Bandkollegen von der Stadt da jedoch noch nicht, gerade einmal zwei Stunden vor ihrem Auftritt sind sie in der Lindenstadt angekommen. „Als Erstes haben wir natürlich den Soundcheck gemacht. Jetzt stärken wir uns noch am Büfett, ziehen uns um und ab auf die Bühne“, sagt der 51-Jährige. Zehn Konzerte haben „Die Prinzen“ während ihrer diesjährigen Kirchentour schon gespielt, in Ludwigslust ist es das sechste am Stück. „Deshalb fahren wir nach dem Auftritt auch direkt nach Hause und kommen am Dienstag wieder nach Ludwigslust“, erklärt Sebastian Krumbiegel. Es sei einfach schön, auch während einer Tour ein wenig Freizeit zu Hause und mit der Familie zu verbringen.

Zur selben Zeit sind die Bänke der Stadtkirche schon bis auf den letzten Platz gefüllt. „Die ersten Besucher standen schon eine Stunde vor dem eigentlichen Einlass vor der Tür“, so Küster Thomas Konradt. Und Pastor Albrecht Lotz fügt hinzu: „Das ist wie Weihnachten im Hochsommer.“ Die Mitarbeiter der Stadtkirchengemeinde und viele freiwillige Helfer regeln den Einlass und sorgen dafür, dass jeder einen Platz bekommt. Unter ihnen auch Hans-Christian Ockens. Als Mitglied des Kirchengemeinderates hilft er am Einlass, als Inhaber einer Fleischerei hat er aber auch noch eine weitere Aufgabe übernommen. „Wir haben das Büfett für ,Die Prinzen’ zusammengestellt, und vorhin habe ich das Essen auch ausgeliefert. Leider war die Band zu diesem Zeitpunkt noch nicht da“, so der Fleischermeister.

Als „Die Prinzen“ dann pünktlich um 18 Uhr die Bühne oder besser gesagt die Stufen zum Altar betreten, bricht das Publikum schon vor dem ersten Lied in Beifallsstürme und Jubelschreie aus. „Ihr habt wirklich eine spezielle Kirche. Hier kann man 3D sehen ohne Brille“, sagt Sänger Tobias Künzel mit Blick auf die Wandgestaltung hinter dem Altar. Die Band begeistert mit Liedern wie „Mann im Mond“, „Mein Fahrrad“ oder „Gabi und Klaus“, und das Publikum beweist seine Textsicherheit. Zwischen den Liedern ließen es sich die Sänger auch nicht nehmen, das Publikum direkt anzusprechen oder in Erinnerungen aus 25 Jahren Bandgeschichte zu schwelgen.

Nach zwei Stunden und einer Zugabe, während der das Publikum voll mitgerissen und auch einbezogen wurde, ist das erste Konzert der „Prinzen“ in Ludwigslust vorbei. „Die Band vor dieser Kulisse zu erleben und dann noch die besondere Akustik dazu, das war einfach nur super“, sagt Iris Saß aus Neustadt-Glewe. Und Ehemann Holger fügt hinzu: „Die Stimmung war grandios.“ Das Ehepaar hatte die Konzertkarten bereits vergangenes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Und auch Hans-Christian Ockens, der das Konzert von seinem Ordnerposten aus verfolgte, war sich sicher: „So eine Stimmung habe ich hier noch nie erlebt.“

Das Konzert beginnt heute um 20 Uhr in der Stadtkirche. Die Kirchengemeinde weist noch einmal daraufhin, dass Besucher bitte keine Rucksäcke mitbringen sollen.

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