Ludwigslust : 10. OCC-Küstentrophy: Edward hofft auf Top einhundert

Freute sich über den Empfang durch Mitglieder des Fördervereins Schloss Ludwigslust: Edward Summers.
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Freute sich über den Empfang durch Mitglieder des Fördervereins Schloss Ludwigslust: Edward Summers.

10. OCC-Küstentrophy machte am Wochenende in Ludwigslust Rast: 120 Oldtimer dabei

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23. Juni 2019, 20:00 Uhr

Bei manchen dieser Autos hätten die Politessen Probleme gehabt, das Knöllchen an der Windschutzscheibe zu platzieren. Weil es eine solche nicht gab. Aber diese Autos, die am Sonnabendmittag auf den Ludwigsluster Schlossplatz fuhren, durften dort ausnahmsweise parken.

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Die 10. OCC-Küstentrophy machte am Sonnabend Station in der Lindenstadt. 120 Oldtimer rollten nach und nach auf das Kopfsteinpflaster vor dem Schloss, bestaunt von den zahlreichen Zuschauern.

Die Autos waren sofort dicht umringt

Natürlich auch der älteste Wagen, ein grüner Rolls-Royce Phantom I Dual Cowl, Baujahr 1927. Fahrer ist Edward Summers, sein Beifahrer George Bieneck. „Ein schönes Auto“, schwärmt Edward Summers über sein 92 Jahre altes Vehikel. „Er würde 145 Kilometer pro Stunde schaffen. Allerdings sollte man dann erst in die Kirche gehen und um Gottes Hilfe bitten, außerdem noch für alle Fälle ein Testament schreiben“, lacht der gebürtige Brite und meint dann: „Nein, im Ernst: 110 Kilometer pro Stunde schafft er locker. Allerdings sind auf Kopfsteinpflaster nicht mehr als fünf Km/h drin. Bei einem Reifendruck von 3,5 bar und zweieinhalb Tonnen Gewicht des Wagens ist die Federung nicht für schnelle Fahrten auf dem Pflaster ausgelegt.“

Mit seinem bisherigen Wettkampfergebnis auf der Küstentrophy 2019 ist der Brite zufrieden. „Wir wollten unter den Top 100 sein und liegen mit dem 98. Platz derzeit voll im Plan“, schmunzelt Edward Summers, dessen Rolls-Royce mit der Startnummer sechs unterwegs ist. Indes rollen immer mehr Oldtimer auf den Schlossplatz. Der „Jüngste“, der an der Küstentrophy teilnimmt, ist übrigens ein Porsche 911, Baujahr 1991.

Die Küstentrophy war am Freitag in Travemünde gestartet, führte an diesem Tag durch Schleswig Holstein und zurück nach Travemünde. Am Sonnabend ging es dann auf die zweite Etappe – nach Mecklenburg und ebenfalls zurück nach Travemünde.

Immer mehr Oldtimer rollten auf den Schlossplatz in Ludwigslust.
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Immer mehr Oldtimer rollten auf den Schlossplatz in Ludwigslust.
 

„Wir haben Ludwigslust auch deshalb ausgewählt, weil unsere historischen Autos zur wunderbaren Kulisse hier auf dem Schlossplatz passen“, freut sich Hilke Hildebrandt, die unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit auf der Tour zuständig ist.

Die Küstentrophy hat durchaus Wettkampfcharakter

„Unterwegs gibt es Wertungsprüfungen und Durchfahrtkontrollen“, erläutert Hilke Hildebrandt. So müssen die Fahrzeuge beispielsweise bestimmte Strecken in einer festgelegten Zeit zurücklegen, wobei es nicht unbedingt um Schnelligkeit geht. Abkürzen oder Umwege fahren ist auch nicht ratsam, weil es dann bei den Durchfahrtkontrollen möglicherweise keinen Stempel gibt. „Sieger nach beiden Etappen ist schließlich, wer bei den Prüfungen und Kontrollen am wenigsten Strafpunkte hat“, sagt Hilke Hildebrandt.

Fahrer und Beifahrer nutzten die Rast in Ludwigslust, um sich zu stärken und viele nahmen auch noch die Gelegenheit wahr zu einem kurzen Besuch im Schloss oder Schlosspark.

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