Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Schwerin Speicher hat grandiosen Lauf

Von bert | 04.09.2009, 01:57 Uhr

Am Sonnabend startet der Speicher in seine 13. Spielzeit. Auf dem Programm stehen allein bis zum Jahresende mehr als 60 Veranstaltungen, darunter hochkarätige Konzerte, Kabarett und Comedy-Shows mit bekannten Schauspielern, lustige Kinderveranstaltungen und Klub kino-Abende.

Morgen startet der Speicher in der Schweriner Schelfstadt in seine 13. Spielzeit. Zur Eröffnungsparty um 20 Uhr hat Manager Dieter Manthey mit Jan Akkerman einen der besten Gitarristen der Welt mit seiner Band nach Schwerin geholt.

Auf dem Programm stehen noch bis zum Jahresende mehr als 60 Veranstaltungen, darunter hochkarätige Konzerte, Kabarett und Comedy-Shows mit bekannten Schauspielern, lustige Kinderveranstaltungen und Klub kino-Abende. Ihr Debüt im soziokulturellen Zentrum geben solch renommierte Bands wie Martin Turners Wishbone Ash und Eric Sardinas oder Kabarettist Arnulf Rating und die Hallenser TV-Polizeiruf-Kommissare Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler, die den Kaufhaus-Erpresser Dagobert interviewen.

Darüber hinaus können sich die Schweriner auf Darsteller und Bands freuen, die schon mehrfach das Speicherpublikum zu stehenden Ovationen hingerissen haben. Dazu zählen Walter Trout und Band, "Strafsache Dr. Schlüter", Sweety Glitter, Merqury, Uwe Steimle, Wenzel, Ingo Oschmann, Sebastian Schnoy oder Emmi und Willnowsky - Künstler und Musiker, die höchst selten in so kleinen Klubs wie dem Schweriner Speicher mit nur 200 Sitzplätzen oder 400 Stehplätzen auftreten. "Sie lieben die Atmosphäre des Hauses, das interessierte Publikum und die Rundum-Betreuung", erläutert Mantey. Das habe sich herumgesprochen, was es erleichtere, ein attraktives und vielfältiges Programm zusammenzustellen.

Dazu gehört für den Manager auch, immer wieder Neues auszuprobieren, wie etwa das monatliche Klubkino oder Newcomer-Bands ins Haus zu holen, beispielsweise die Percussion-Boy-Group "Fourschlag", das Szenefestival "Rock in da Block" oder das Landesjugendjazzorchester.

Ein Selbstläufer indes sei der Speicher deshalb noch lange nicht, versichert sein Leiter. "Ich mag es schon gar nicht mehr sagen, aber es ist so: Der Erfolg jeder einzelnen Veranstaltung will erkämpft sein. Wer nicht kämpft, kann nicht gewinnen." Für ihn und sein Team bedeute das, nicht nur gewiefte Vertragsverhandlungen zu führen, sondern vor allem Publikum zu gewinnen. Dies reiche vom direkten Gespräch mit den Mitarbeitern der Vorverkaufsstellen über die entsprechende tagtägliche Außenwerbung mit Plakaten und Flyern bis zum Versenden hunderter Briefe an Kitas und Schulen, um auf die Kinderveranstaltungen aufmerksam zu machen. "Das funktioniert nur als Teamwork, wir sind ein gutes Kollektiv", lobt Manthey seine Mitarbeiter. Dass die Strategie funktioniert, beweisen die Besucherzahlen: Mehr als 12 000 konnte das soziokulturelle Zentrum in diesem Jahr schon verbuchen, damit deutlich mehr Einnahmen als geplant erzielen.