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Alt Jabel Retter wachen künftig aus der Höhe

Von muen | 15.12.2016, 21:00 Uhr

Im Waldbad Alt Jabel entsteht derzeit ein Wachturm am Beckenrand / Sicherheit für Badegäste erhöht sich weiter

Im Waldbad Alt Jabel geht es jetzt hoch hinaus. Am Beckenrand entsteht ein Wachturm für Rettungsschwimmer. Das Bauwerk wird samt Dach rund vier Meter hoch sein und steht auf dem Pumpenhäuschen. „Wir haben von hier aus alle drei Becken bestens im Blick“, erklärt Bademeister Fred Klinge. „Das erhöht die Sicherheit. Bisher konnten wir nur vom Beckenrand aus auf die Sicherheit im Wasser achten, also praktisch von gleicher Höhe aus. Bei drei Becken nicht einfach.“ Natürlich wird zusätzlich zum Rettungsschwimmer auf dem Turm auch künftig ein Retter der Wasserwacht direkt an den Beckenrändern darauf achten, dass nichts passiert.

Der Gedanke, einen solchen Turm zu bauen, entstand schon vor rund drei Jahren. Doch natürlich hat alles seinen Preis, neben dem eigentlichen Bau geht es um Baugenehmigung, Planung, Statik und vieles mehr. „Dieses Jahr nun haben wir die Maßnahme in den Haushalt gestellt“, sagt Vielanks Bürgermeisterin Christel Drewes, zu deren Gemeinde Alt Jabel gehört. „Vom Beschluss der Gemeindevertretung über den Bauantrag bis zur Baugenehmigung durch den Landkreis im August ging dann alles sehr schnell. Das lief wirklich gut und zügig. Weil die Badesaison aber durch den Bau der Sprungtürme ohnehin später, nämlich am 17. Juli, begonnen hatte, wollten wir mit dem Bau des Wachturms erst bis Saisonende warten“, so Christel Drewes. Gebaut wird der Turm von der Zimmerei und Dachdeckerei Schwark aus Alt Jabel. „Das Grundgerüst aus Holz steht bereits“, sagt Unternehmer Harald Schwark, der auch Gemeindevertreter ist. Am Turmbau sind aber auch viele freiwillige und fachkompetente Helfer unentgeltlich beteiligt: So hat zum Beispiel Harald Klöhn den Bau geplant, hilft zusätzlich, wie zum Beispiel gestern, auch bei den Bauarbeiten. Zu den Helfern gehören u. a. ebenso Mitglieder der Wasserwacht. Die Firma Schwark sponsert die Dacheindeckung.

Wenn das Wetter weiter mitspielt, wird der Turm schon in allernächster Zukunft fertig sein. „Dann können wir schon zum Eislaufen das Treiben von oben betrachten“, schmunzelt Fred Klinge. Hofft man im Waldbad im Sommer nämlich auf Wärme, wünscht man sich jetzt Frost und Schnee. Damit sich das Wasser im Becken in eine Eisfläche für Schlittschuhläufer verwandelt. Und: Im Bad nahe der Rutsche „Grüne Mamba“ gibt es noch eine tolle Rodelbahn, die möglichst mit viel Schnee eingeweiht werden soll.

Mit dem Wachturm setzen sich die Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Waldbad der letzten Jahre fort. Nächster Höhepunkt 2017 wird die Saisoneröffnung am 14. Mai sein, der am 10. Juni die Jubiläumsfeier zum 65. Geburtstag des Waldbads folgt. Dann wird hier nachträglich auch Kindertag gefeiert. „Das Festkomitee nimmt im Januar seine Arbeit auf“, so Christel Drewes, die sich freut, dass das Waldbad in den letzten Jahren „bekannter und interessanter gemacht wurde. Es bietet für jeden Geschmack etwas.“

Diese Entwicklung soll auch 2017 weitergehen. Dann wird ein barrierefreier Zugang ins Bad einschließlich eines Lifts für Schwerbehinderte von der Brücke ins Wasser gebaut. Und: Die Grüne Mamba erhält eine Geschwindigkeitsanzeige. „Wir werden dann in der Waldbadmeisterschaft den Schnellsten auf der Rutsche ermitteln“, blickt Fred Klinge voraus.