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Rehna Rehna möchte auf den Pilgerweg

Von Volker Bohlmann | 12.02.2010, 01:57 Uhr

Pilgern und wandern, Menschen mit unterschiedlichen Charakteren treffen und die Natur erkunden - mit diesem Anspruch möchte der Klosterverein Rehna die kleine ehemalige Klosterstätte an der Radegast mehr und mehr zum Dreh- und Angelpunkt kulturinteressierter Menschen in Westmecklenburg ausbauen.

 

Ein durchaus beachtlicher Anspruch, wie Eva Doßmann und Burkhard Schmidt vom Klosterverein Rehna gestehen. Doch gerade solche Ideen beflügelten zukunftsweisende Gesprächsrunden auf der Pilgermesse der Nord elbischen Kirche in der Hansestadt Hamburg. Dort präsentierten sich die Rehnaer mit ihrer Wander- und Pilger karte und Konzepten zum Kloster Rehna den Teilnehmern aus Norddeutschland und Skandinavien. "Wir wünschen uns, dass der Zisterzienser-Weg durch Rehna verläuft", so Burkhard Schmidt. Somit ließe sich das Kloster an der Seite bedeutender Stätten im Baltikum sowie Dargun, Bad Doberan, Neukloster und Zarrentin besser präsentieren.

An Angeboten kultureller Ereignisse besteht zumindest kein Mangel. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Prämonstratenser in Rehna mit den Zisterzienser auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg im Mittelalter Kontakt hatten, sei nach Ansicht von Schmidt nicht ausgeschlossen. Nicht zuletzt dürften diese Überlegungen ganz im Sinne von Pilgerpastor Bernd Lohse liegen. Denn er sprach sich, so Burkhard Schmidt, "mit einer Werbung für das Pilgern gegen verkrustete Strukturen und für eine Erkundung neuer Stätten und dem Sammeln neuer Erfahrungen auf dem Weg des Kennenlernens aus".

Pilgern bedeutet nach moderner Definition nicht allein das Besuchen heiliger Stätten, vielmehr beinhaltet es ebenso das Wandern in Gottes freier Natur, meinen Schmidt und Doßmann.

All jene, die sich in naher Zukunft auf Wanderschaft zwischen den geschichtsträchtigen und architektonisch interessanten Stätten in MV befinden, erhalten in Rehna beste Betreuung. "Dazu gehören nicht allein einfache Lager, sprich Unterkünfte", meint Eva Doßmann. Die Besucher des "Drehkreuzes" zwischen Lübeck, Ratzeburg und Zarrentin profitieren auch von der heimischen Gastronomie. Schmidt und Doßmann sehen dabei reichlich Potenzial in direkter Nachbarschaft zum Kirchplatz.

Seit acht Jahren beschäftigt sich der Klosterverein mit dem Pilgern und dem einhergehenden Ausbau kultureller Angebote und Unterkünfte. Eine Arbeit, die sich aus Sicht der Rehnaer Akteure und der Besucher der Pilgermesse als lohnend erweisen.